GLB mit neuem Präsidenten

An der GV der Genossenschaft für ländliches Bauen Neckertal-Toggenburg (GLB) trat Urs Werder nach 13 Jahren als Präsident zurück. Röbi Näf, bisher Vizepräsident, ist sein Nachfolger.

Cecilia Hess-Lombriser
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Neu im Vorstand (von links): Andreas Lusti und Christian Züst. Röbi Näf (neuer Präsident), Werner Näf, Geschäftsleiter, Urs Werder (abtretender Präsident) und Fritz Brunner (abtretendes Vorstandsmitglied). (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Neu im Vorstand (von links): Andreas Lusti und Christian Züst. Röbi Näf (neuer Präsident), Werner Näf, Geschäftsleiter, Urs Werder (abtretender Präsident) und Fritz Brunner (abtretendes Vorstandsmitglied). (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

DIETFURT. Die Genossenschaft für ländliches Bauen Neckertal-Toggenburg (GLB) hat in den letzten sieben Jahren einige Änderungen erfahren und nun hat es auch an der Spitze des Vorstandes einen Wechsel gegeben. Urs Werder gab an der GV vom letzten Montag sein Amt ab. Die ersten Jahre seiner Vorstandstätigkeit war er Aktuar gewesen. «Ich habe damals nicht gewusst, auf was ich mich einlasse», bekannte er in seinem letzten Jahresbericht. Auf dem Bau sei es noch weniger hektisch gewesen und eine Sitzung pro Jahr habe gereicht. 62 von rund 300 Mitgliedern nahmen an der GV teil.

Neue Vorstandsmitglieder

Röbi Näf, der bereits Präsident der GLB Toggenburg gewesen war, bevor sie 2009 mit Mogelsberg fusioniert hatte, und seither Vizepräsident in der GLB Neckertal-Toggenburg gewesen ist, ist mit einer Gegenstimme zum neuen Präsidenten gewählt worden. Nebst Urs Werder trat auch Fritz Brunner aus dem Vorstand zurück. Er war 17 Jahre dabei und vor allem für das Marketing zuständig. In einer knappen und nüchternen Wahl wurden Andreas Lusti, Winzenberg, und Christian Züst, Nassen, in den Vorstand gewählt. Mit wenigen Worten verabschiedete sich auch Urs Werder als Präsident. Er zählte die Änderungen auf, die die GLB seit seinem Amtsantritt erfahren hat: der Kauf der Liegenschaft Aachsäge im Jahr 2008, die Fusion zwischen der GLB Mogelsberg und der GLB Toggenburg und der Um- und Anbau des Werkhofes. Dank des Einsatzes aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei die GLB gut aufgestellt.

Positives Ergebnis

Die gut aufgestellte GLB hat letztes Jahr einen Umsatz von 3,2 Millionen Franken gemacht und einen Gewinn von 45 000 Franken nach maximalen Abschreibungen. Das ist zwar um einiges weniger als vor einem Jahr, als der Rekordumsatz von rund 4 Millionen Franken verbucht worden war, doch das Ergebnis fiel trotzdem erfreulich aus. Die GLB errichtete fünf neue Häuser und baute drei um, baute neun Ställe entweder neu oder um und erstellte im weiteren Remisen, Garagen, Verbundsteinplätze, Betonstrassen und anderes. Und weil die Finanzen gut sind, erhalten Mitglieder bei Aufträgen einen zusätzlichen Rabatt von einem Prozent auf die Rechnung. Die Mitarbeiter Blerim Deala und Sandro Huser schlossen ihre Ausbildung als Kranführer erfolgreich ab. Werner Näf ist seit etwas mehr als fünf Jahren als Geschäftsführer angestellt und wurde dafür geehrt.

Gründlich planen

Pius Fölmli, Ressortleiter Bauberatung und Bauprojekte bei der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB), sprach nach der GV zum Thema «Wie können Mehrkosten beim Bauen verhindert werden?». Mit Negativbeispielen zeigte er auf, wie schnell es zu unvorhergesehenen Kosten kommen kann. Er ging die einzelnen Schritte durch, angefangen bei der Beurteilung der Lage und des Baugrundes oder der Bausubstanz, nannte die Zeit, die man für Abklärungen und die Projektierung investieren sollte, und erinnerte daran, dass für die Planung die Umgebung einbezogen werden sollte. Die Eigenleistung sei gut zu berechnen, denn viel einsparen könne man nicht. Und es gelte zudem abzuklären, wer dabei die Verantwortung trage. Klare Abmachungen seien wertvoll. Auch wer selber Material besorge, solle genau hinschauen und die Preise richtig berechnen. Er gab Tips für die Wahl der Unternehmer, die Offertenanfragen, den Abschluss von Werkverträgen, die Kosteneinhaltung und die Kontrolle. Eine gründliche Planung und ein genauer Kostenvoranschlag verhinderten Überraschungen. Die Technische Abteilung der SAB bietet in diesem Zusammenhang ihre Dienste an.

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