Giggerig sein

Brosmete

Richard Fischbacher
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Jetzt habe ich den endgültigen Beweis, dass auch meine Brosmete gelesen wird. Erinnern Sie sich noch an meinen letzten Artikel im November? Ich schrieb damals, dass die Streichmusik Alder zusammen mit Bligg und Seelenfeuer und die SängerFREUNDE aus Bühler die einzigen Appenzeller seien, die von sich behaupten könnten, je in der offiziellen Schweizer Hitparade gewesen zu sein. Weit gefehlt: Am gleichen Tag schrieb mir Stixi aus Herisau: «Erlaube mir eine kleine Anmerkung (mit einem Augenzwinker)... scheinbar hast Du nur bis ins Jahr 2007 zurückgeschaut. Es ist in der Tat schwer für Appenzeller, in die Hitparade zu kommen, nichtsdestotrotz haben wir es auch geschafft.»

Tatsächlich. Ich habe zwar bis in die Anfänge der Singlehitparade recherchiert. Die Aufzeichnungen beginnen im Januar 1968. Ich habe jedoch übersehen, dass es Stixi und Sonja mit dem Polo- Hofer-Titel «Giggerig» auch in die Charts schafften. Der Titel war zur Jahreswende 2004/05 sieben Wochen dort vertreten. Die höchste Position erreichte die Single auf Platz 25. Zu meiner Ehrenrettung kann ich vielleicht noch anmerken, dass jenes Suchprogramm, das ich gebrauchte, doch nicht so gut ist. Offiziell werden als Interpreten «Sepp, Stixi & Sonja» angegeben. Und diesen «Sepp» spuckte das Programm nicht aus. Nichtsdestotrotz habe ich mir die CD-Single aus dem Archiv geholt und angehört. Da gibt es auf der A-Seite den Hühnerstall-Radio-Mix und auf der B-Seite den Güggeli-Rock-Mix. Der alte Klassiker von Polo Hofer wurde komplett überarbeitet und passt – so meine ich – noch heute zur Fasnachts- und Après-Ski-Saison. Im Promotionsblatt ist zu lesen, dass Sepp und Stixi & Sonja keine Unbekannten seien, wenn es darum gehe, wirkliche Stimmung zu haben, und daher die optimale Besetzung für diesen Kracher seien. Das gilt auch noch zwölf Jahre nach dem Hitparadenerfolg. Die Skisaison hat ja soeben so recht und schlecht begonnen, Silvester ist am Samstag und die Fasnachtszeit ist auch nicht mehr weit. Also was hindert Sie noch daran, «giggerig» zu sein – ääh mit ihrem CD-Player oder Computer abzuspielen?

Richard Fischbacher