Gewerbeausstellung eröffnet

Es ist ein besonderes Ereignis: An diesem Wochenende findet beim Gemeindezentrum in Rehetobel die 3. Gewerbeausstellung statt. Unter dem Motto «Rond om s Rechtobler Gwerb» präsentieren sich 32 Betriebe. Die Eröffnung erfolgte gestern im Beisein von geladenen Gästen.

Patrik Kobler
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Nach dreijähriger Vorbereitungszeit schreitet OK-Präsident Beat Wenk (im gelben Shirt) als erster durch die Rehetobler Gewerbeausstellung. (Bild: pk)

Nach dreijähriger Vorbereitungszeit schreitet OK-Präsident Beat Wenk (im gelben Shirt) als erster durch die Rehetobler Gewerbeausstellung. (Bild: pk)

REHETOBEL. Mit einem «Apéro riche» für geladene Gäste ist gestern abend die Gewerbeausstellung in Rehetobel eröffnet worden. Das sei ein besonderes Ereignis, sagte OK-Mitglied Rolf Sturzenegger in seiner Eröffnungsrede. In der über 140jährigen Geschichte des Gewerbevereins ist es erst die dritte Gewerbeausstellung. Die erste fand 1953 statt und die zweite 1995.

Weil seine Firma heuer Jubiläum feiert, drängte Beat Wenk seine Kollegen im Gewerbeverein, nach über 17 Jahren wieder eine Gewerbeausstellung durchzuführen. Die Reaktionen seien zwiespältig ausgefallen, von ablehnend bis positiv, so Wenk. Vor allem aber sei ihm beschieden worden, selber die Initiative zu ergreifen. Gesagt, getan. Er übernahm das OK-Präsidium und stellte mit der Unterstützung von Helferinnen und Helfern in einer dreijährigen Vorbereitungszeit die Gewerbeausstellung auf die Beine.

Ständeratspräsident als Gast

An der Begrüssung überliess Beat Wenk anderen das Reden. Er hielt sich lieber im Hintergrund auf. Gefreut hat er sich über die zahlreichen Gäste trotzdem. Unter den Anwesenden weilte sogar Ständeratspräsident Hans Altherr, seines Zeichens Präsident des Industrievereins von Appenzell Ausserrhoden. Der Regierungsrat war mit Marianne Koller und Rolf Degen vertreten, für den Ausserrhoder Gewerbeverband nahm Präsident Adrian Künzli teil.

Sie alle wurden von Rolf Sturzenegger herzlich willkommen geheissen. Er führte in seiner Rede aus, dass die Gewerbler «ein verrücktes Volk» seien. «Sie geben irgendwann ihr geregeltes Arbeitsleben auf und machen sich selbständig.» Die Selbständigkeit bedeute aber auch, viele Opfer zu bringen, so könne beispielsweise die Freizeit darunter leiden. Er sagte weiter, dass die Gewerbler im Dorfleben einen wichtigen Platz einnehmen.

«Gewerbler sind Schaffer»

Dem pflichtete Gemeindepräsident Ueli Graf in seinen Begrüssungsworten bei. Er lobte: «Die Gewerbler sind Schaffer, sind Macher.» Dem Organisationskomitee dankte er für die Anstrengungen. Die Vorbereitungen seien Knochenarbeit gewesen, so Graf.

Im Anschluss konnten sich die Gäste bei einem Rundgang selber ein Bild von der Ausstellung machen. Auf Formalitäten, wie beispielsweise ein Band durchschneiden, wurde verzichtet. Vielmehr hiess es: «Kommen Sie herein, viel Vergnügen!» Die ersten Kiebitze getrauten sich schon bald in die kleine, aber feine Ausstellung. Zu sehen gibt es einen Querschnitt durch das Rehetobler Gewerbe. «Mit uns können sie gut ein Haus bauen», fasste Rolf Sturzenegger das Angebot zusammen. Es präsentieren sich freilich nicht nur Handwerker. Auch örtliche Institutionen wie die Stiftung Waldheim oder das Altersheim Krone sowie die Ausserrhoder Assekuranz machen mit.

Eine runde Sache

Das Motto «Rond om s Rechtobler Gwerb» zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung. Allenthalben achteten die Organisatoren mit viel Detailliebe darauf, dass die Gewerbeschau, die bis am Sonntag dauert, eine runde Sache ist.