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Gewerbe greift an und will Gemeinderatssitz in Herisau

Der frei werdende Sitz von Annette Joos-Baumberger (FDP) im Gemeinderat von Herisau wird immer härter umkämpft. Jetzt bringt auch der Gewerbeverein eine Kandidatin ins Spiel.
Roger Fuchs
Gemütlichkeit und Wahlkampfstimmung in einem: Gewerbler treffen sich beim Neujahrsapéro. (Bild: Bilder: Roger Fuchs)

Gemütlichkeit und Wahlkampfstimmung in einem: Gewerbler treffen sich beim Neujahrsapéro. (Bild: Bilder: Roger Fuchs)

Den Neujahrsapéro des Gewerbevereins Herisau nutzte Präsident Aldo Carrera für eine Kampfansage: «Lamentieren nützt nichts, es braucht Einsatz.» Damit zielte er auf die Gesamterneuerungswahlen vom 17. März. Mit dem Rücktritt von Annette Joos-Baumberger wird im siebenköpfigen Gemeinderatsgremium ein Sitz frei. Doch Gesamterneuerungswahlen bedeuten auch, dass die Verbleibenden wiedergewählt werden müssen.

Die Ausgangslage sorgt immer mehr für Spannung: Inzwischen gibt es drei Neukandidierende. Nebst dem Architekten und FDP-Ortspräsidenten Roger Mantel und Marlise Nef, die ebenso von der FDP nominiert wurde, bringt der Gewerbeverein nun die parteiunabhängige Irene Hagmann ins Spiel. Sie führt zusammen mit ihrem Mann die auf Fenster und Tür-Lösungen spezialisierte «Keller + Marquart AG». Auch Transportunternehmerin Marlise Nef steht dem Gewerbe bekanntlich nahe, präsidierte sie doch einst sogar diesen Verein.

Seitens der FDP-Wahlkommission wurde zu einem früheren Zeitpunkt beteuert, dass man niemanden der bisherigen Gemeinderatsmitglieder abwählen wolle. Richtig sicher sein dürfte bei dieser Ausgangslage aber niemand.

Auch für Parlamentswahlen folgen Namen

Das Politengagement des Gewerbes geht noch weiter. Ebenfalls angekündigt hat Aldo Carrera eine eigene Liste im Hinblick auf die Kantonsrats- und Einwohnerratswahlen. Wie lange diese Liste ist, will er noch nicht verraten. Nur soviel: Noch gebe es ein paar freie Zeilen für Namen, so sein Aufruf an die rund 90 anwesenden Gewerblerinnen und Gewerbler. In Herisau finden die Parlamentswahlen bekanntlich im Proporz statt, während alle andere Ausserrhoder Gemeinden den Majorz anwenden.

Diese aus Gewerbesicht positive Entwicklung soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ein harziger Weg war, zu diesem Punkt zu gelangen. Aldo Carrera sprach von über hundert geführten Gesprächen und einem im ersten Moment ernüchternden Fazit. Nur die Hartnäckigkeit des Findungsausschusses soll das Blatt gewendet haben.

Alle sollen sich an der Dorfentwicklung beteiligen

Einen weiteren Teil des Neujahrapéros bestritt Gemeinderat Glen Aggeler, Ressort Volkswirtschaft. Er sprach über Gemeinsamkeiten, Visionen und unterschiedliche Rollen des Gewerbes, der Gemeindebehörden und der Stiftung Dorfbild. Für eine gelungene Entwicklung brauche es alle, so Aggeler, der zum Schluss kommt, dass Herisau nicht so schlecht positioniert sei, wie es manchmal interpretiert würde. Als einen Höhepunkt für das Dorf nannte er den letztjährigen Entscheid aus Bern hinsichtlich des Bahnhofprojekts. Es erhielt die A-Priorität im Rahmen des Agglomerationsprogrammes des Bundes 2019–2023.

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