«Gewerbe gefordert, aber gesund»

MOSNANG. Als gefordert, aber durchaus gesund, bezeichnete Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann am Mittwoch das St.Galler Gewerbe. Die Delegierten des kantonalen Gewerbeverbandes erfuhren zudem von Thomas Bucheli einiges über das Klima.

Beatrice Bollhalder
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Drei Toggenburger im Mittelpunkt: Richard Kläger, Mosnang (links), Präsident des Gewerbevereins Mosnang, wurde als Revisor des KGV gewählt. Linus Thalmann, Kirchberg (rechts), ersetzt Heinz Güntensperger, Dreien, im Vorstand des kantonalen Gewerbeverbandes. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Drei Toggenburger im Mittelpunkt: Richard Kläger, Mosnang (links), Präsident des Gewerbevereins Mosnang, wurde als Revisor des KGV gewählt. Linus Thalmann, Kirchberg (rechts), ersetzt Heinz Güntensperger, Dreien, im Vorstand des kantonalen Gewerbeverbandes. (Bild: Beatrice Bollhalder)

MOSNANG. Die Delegierten des kantonalen Gewerbeverbandes (KGV) trafen sich am frühen Mittwochabend in Mosnang zu ihrer Delegiertenversammlung. Nebst der traktandierten Geschäfte ermunterte Heidi Hanselmann, Regierungspräsidentin, anhand von fünf Buchstaben die Gewerbetreibenden, ihrer Rolle gerecht zu werden. Zuerst hatte Hans M. Richle, Präsident KGV, ein paar Fragen der Regierungspräsidentin zu beantworten, die alle mit dem Buchstaben G zu schaffen hatten. G wie glücklich war aber auch das Thema von Bernhard Graf, des gastgebenden Gemeindepräsidenten, der festhielt, dass der Kanton St. Gallen in diesem Ranking den sehr guten dritten Rang belege.

KMU sind tragende Säulen

Zum Buchstaben A hielt Hanselmann fest, wie wichtig eine gute Ausbildung sei. K wie KMU stehe für die tragenden Säulen der Wirtschaft. «Sie alle nehmen eine grosse Verantwortung wahr», lobte die Regierungspräsidentin die Anwesenden. Ausserdem erinnerte sie daran, dass die St. Galler an zweiter Stelle stünden beim Kantonsranking in Bezug auf die Medaillenausbeute bei den Schweizer Berufsmeisterschaften. Zum Thema E wie Eclat wegen der Aufhebung des Mindestkurses meinte Heidi Hanselmann, dass man noch hoffen dürfe, dass die wirtschaftliche Rezession ausbleiben wird. Hans M. Richle informierte die Anwesenden darüber, dass der KGV dreimal die Nein-Parole zu den Abstimmungen vom 14. Juni beschlossen hat.

Vertreter des Gewerbes

Vizepräsident Armin Eugster stellte anschliessend die «Kandidaten für Bern» vor. Unterstützt vom St. Galler Gewerbeverband werden im Herbst die beiden Ständeräte Karin Keller-Sutter (bisher) und Thomas Müller (neu) Unterstützung erfahren, aber auch zwölf mögliche Nationalräte, nämlich Bruno Damann (CVP, Gossau), Roland Rino Büchel (SVP, Oberriet), Christof Hartmann (SVP, Walenstadt), Walter Locher (FDP, St. Gallen), Marc Mächler (FDP, Zuzwil), Walter Müller (FDP, Azmoos), Nicolo Paganini (CVP, Abtwil), Beda Sartory (CVP, Wil), Paul Scheiwiler (SVP, Waldkirch), Paul Schlegel (FDP, Grabs), Yvonne Suter (CVP Rapperswil-Jona) sowie Linus Thalmann (SVP, Kirchberg).

Aus dem Vorstand verabschiedet wurden am Mittwoch Sarah Filippi, Thomas Zünd sowie Heinz Güntensperger, der seit 2006 dem Vorstand des St. Galler Gewerbeverbands angehört hat. Mit Christof Hartmann, Michael Schöbi und Linus Thalmann sind gleich drei amtierende Kantonsräte neu in den Vorstand gewählt worden. Mit der Wahl von Gian Bazzi, dem Präsidenten des Gewerbevereins der Stadt St. Gallen, soll der grösste Verein mehr Gewicht erhalten. Als Ersatz für Daniel Lehmann und Gian Bazzi sind Daniel Stauffacher und Richard Kläger als neue Revisoren gewählt worden.

«Nei, das isch Wetter»

Den zweiten Teil der Versammlung bestritt Thomas Bucheli, der die Frage zu klären hatte, ob der Klimawandel nur ein Marketing-Gag sei. Die Zuhörer waren begeistert, den TV-Mann, der dank der Sendung Meteo jedem ein Begriff ist, einmal live zu erleben. Mit grossem Engagement und gut illustriert versuchte Bucheli den Unterschied zwischen Klima und Wettererscheinungen zu erklären. «Wir können uns an das Wetter erinnern, aber nicht an das Klima», erklärte Bucheli. Denn «Klima» steht als Begriff für die Gesamtheit aller meteorologischen Vorgänge über einen Zeitraum von dreissig Jahren. «Es gibt verschiedene Klimazonen, auch bei uns in der Schweiz, aber es gibt nicht das Klima», erklärte Thomas Bucheli. Er ärgere sich jeweils, wenn Fernsehkollegen ihn mit der Frage belagerten, ob das jetzt der Klimawandel sei, wenn ein grösseres Ereignis passiert sei. «Nei, das isch Wetter», lautete dann seine Antwort. Fünf kalte Winter machten auch noch keine Eiszeit, erklärt Bucheli und warnt vor Panikmache. Klimaforscher versuchten Wetterphänomene zu erklären. «Es gibt aber noch viele Zusammenhänge, die noch nicht verstanden sind», gab Thomas Bucheli zu bedenken.

Den Delegierten war aber schon ziemlich schnell das Wetter egal, denn sie durften sich nach einem Apéro im Freien (bei schönstem Wetter) an festlich geschmückte Tische setzen und den Abend in Mosnang geniessen. Kulinarisch kam bei diesem Anlass niemand zu kurz, hatte doch das Team um Rita und Bruno Schneider vom Restaurant Krone tolle Vorarbeit geleistet und wartete mit einem einladenden Buffet auf.

Die Regierungsratspräsidentin Heidi Hanselmann stellt Hans M. Richle, dem Präsidenten des KGV, knifflige Fragen zu seinem Verband, die er aber alle beantworten kann.

Die Regierungsratspräsidentin Heidi Hanselmann stellt Hans M. Richle, dem Präsidenten des KGV, knifflige Fragen zu seinem Verband, die er aber alle beantworten kann.

Thomas Bucheli, SRF-Meteo, kann die Zuhörer mit seinem engagiert vorgetragenen Referat fesseln.

Thomas Bucheli, SRF-Meteo, kann die Zuhörer mit seinem engagiert vorgetragenen Referat fesseln.

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