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Die Gemeinde Urnäsch ist gewappnet für mehr Abwasser

Die Ausbauarbeiten an der Abwasserreinigungsanlage sind abgeschlossen. Neben betrieblichen Umstellungen erfolgte auch der Neubau eines Vorklärbeckens. Am Samstag ist Tag der offenen Tür.
Martin Schneider
Experten für ARA-Fragen: Betriebsleiter Patrick Holderegger, Thomas Thym und Hansruedi Messmer. (Bild: Martin Schneider)

Experten für ARA-Fragen: Betriebsleiter Patrick Holderegger, Thomas Thym und Hansruedi Messmer. (Bild: Martin Schneider)

Rund zweieinhalb Jahre und 2.4 Millionen Franken später ist es vollbracht. Die Erweiterung und Modernisierung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Furt in Urnäsch ist abgeschlossen. Seit der Zustimmung zum Ausbauprojekt im Februar 2016 wurde unter anderem die Reinigungsleistung erhöht, ein neues Vorklärbecken gebaut und die Anlage technisch auf Vordermann gebracht.

«Ziel des Umbaus war es, möglichst viel Substanz zu erhalten und auf Bestehendem aufzubauen», sagt Thomas Thym, Vizepräsident der Gemeinde Urnäsch und zuständig für das Ressort Umweltschutz und Energie. Während die Auftrennung der biologischen Reinigung und der Nachklärung in zwei parallele Abwasserstrassen mit der vorhandenen Bausubstanz erfolgte, musste das Vorklärbecken neu gebaut werden.

Mit dem Ausbau erfolgte auch die Umstellung von einer klassischen Biologie zu einer sogenannten Wirbelbettbiologie, bei der ein Trägermaterial aus kleinen Plastikteilchen von Bakterien bevölkert wird. Vorteil dieses Systems ist, dass bei gleichbleibendem Beckenvolumen mehr Bakterien angesiedelt werden können und damit auch mehr Wasser gereinigt werden kann. «Diese Massnahme hat den gleichen Effekt wie eine Vergrösserung des Beckens, ist aber viel kostengünstiger», sagt Hansruedi Messmer, der im Projekt für die technische Beratung zuständig war. Damit dieses System funktioniert, braucht es das neu gebaute Vorklärbecken.

Kapazitäten ohne Probleme weiter erhöhbar

Erreicht wurde mit dem Ausbau der Abwasserreinigungsanlage vor allem eine Kapazitätssteigerung. Während heute 30 Liter Wasser pro Sekunde verarbeitet werden können, waren es vorher 16. Die Reinigungsleistung wurde auf 4000 Einwohnergleichwerte erhöht, bis anhin betrug diese 2400. «Steigt die Einwohnerzahl in den nächsten Jahren stark an oder kommt abwasserintensive Industrie hinzu, dann haben wir die Möglichkeit, die Belastungskapazität ohne grösseren Aufwand auf 5400 Einwohnergleichwerte zu erhöhen», so Hansruedi Messmer.

Auf eine direkte Erhöhung auf 5400 Einwohnergleichwerte wurde gemäss Messmer verzichtet, weil dann die aktuelle Auslastung der Kläranlage zu tief wäre und eine unterbelastete Anlage nicht effizient arbeiten könne.

Schweizerische Richtlinien nicht mehr eingehalten

Nötig wurde der Aus- und Umbau der Anlage, weil die Nitrit- und Ammoniumwerte teilweise zu hoch waren und die schweizerischen Richtlinien nicht mehr eingehalten werden konnten. «Irgendwann blieb uns nichts mehr anderes übrig, als den Umbau anzugehen», so Messmer. Die Gemeinde Urnäsch brachte das Projekt zum Ausbau der ARA Furt im Februar 2016 zur Abstimmung. Mit 883 zu 142 Stimmen hat die Stimmbevölkerung grünes Licht zum Ausbau der 1976 erbauten Anlage gegeben.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2.4 Millionen Franken. Die Gemeinde Urnäsch tätigte Investitionen von 1.9 Millionen Franken, den Rest übernahm der Kanton.

Hinweis

Am kommenden Samstag findet in der ARA Furt in der Zürchersmühle, Gemeinde Urnäsch, ein Tag der offenen Tür mit Festwirtschaft und geführten Rundgängen statt. Dauer von 10 bis 16 Uhr.

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