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Gewandet und herausgeputzt - Heiden präsentiert sich im historischen Gewand

Das Biedermeierfest liess die von 1815 bis 1848 dauernde Epoche für zwei Tage wieder aufleben. Zahlreiche Frauen, Männer und Kinder präsentierten sich in herrlichen Kleidern.
Martin Schneider
Die St. Gallische Reitermusik führte den Umzug des siebten Biedermeierfestes an. (Bild: Bilder: Martin Schneider)

Die St. Gallische Reitermusik führte den Umzug des siebten Biedermeierfestes an. (Bild: Bilder: Martin Schneider)

Anhänger der Biedermeierzeit müssen sich nun vier Jahre gedulden, bis Heiden wieder zum Treffpunkt der Szene wird. Am Sonntag ging das siebte Biedermeierfest nach zwei Tagen zu Ende. Zum abwechslungsreichen Programm gehörten unter anderem ein Bauernmarkt, Vorträge und Filme über die Biedermeierzeit, Kutschenfahrten sowie der beliebte Markt des alten Handwerks. "Die Stände, an denen traditionelles Handwerk gezeigt wird, sind eine Besonderheit des Heidner Biedermeierfestes", freute sich etwa eine aus Deutschland angereiste Gruppe, die sich in Kleidern aus der Epoche präsentierte.

"So etwas findet man an keiner vergleichbaren Veranstaltung."

Am Markt konnten die Besucherinnen und Besucher allerlei Handwerkskunst betrachten. Vom Ofenbauer über den Schuhmacher bis hin zu Steinmetzen und den Zimmerleuten waren verschiedenste Handwerksgruppen vertreten und zeigten ihr Können. Das Publikum schien einmal mehr Gefallen gefunden zu haben am Fest. Insbesondere der Umzug von der Obereggerstrasse bis zum Kirchplatz am Sonntagnachmittag wirkte als Publikumsmagnet.

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In herrlichen Kleidern am Biedermeierfest in Heiden

27 Formationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz marschierten am Umzug durch das Dorf mit, welcher durch die St. Gallische Reitermusik angeführt wurde. Zu einem der Höhepunkte gehörte der Verein «Historische Fahrräder Bruckbergerau», der mit mehreren historischen Hoch-, Fahr- und Laufrädern nach Heiden gekommen ist. Wer sich traute, durfte sich auch selber einmal auf den Sattel eines Hochrades schwingen – natürlich unter Mithilfe und Aufsicht der Profis.

Verheerender Dorfbrand in Heiden

Organisiert wird das alle vier Jahre stattfindende Fest jeweils durch den Verein «Biedermeier-Fest Heiden». Zusätzlich zu den zahlreichen Schaulustigen finden sich jeweils rund 400 biedermeierlich gekleidete Frauen, Männer und Kinder ein. Das Biedermeierfest soll auch an ein historisches Ereignis in der Vorderländer Gemeinde erinnern. Am 7. September 1838 brach in Heiden ein verheerender Dorfbrand aus, welchem 129 Häuser und Ställe zum Opfer fielen. Im Anschluss entschied sich die Bevölkerung von Heiden für einen Wiederaufbau in der klassischen Architektur der Biedermeierzeit. Der Ausdruck Biedermeierzeit bezieht sich auf die in der Zeit zwischen 1815 und 1848 entstandene Kultur und die Kunst des Bürgertums. Dazu zählt auch eine eigene Mode.

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