Getobt, gespielt und gegessen

Am Samstag fand wiederum das alljährliche Kinderdörfli-Fest in Lütisburg statt. Während fünf Stunden hatte man die Möglichkeit, mit der Teilnahme an Führungen durch die verschiedenen Wohngruppen die Institution besser kennenzulernen.

Myriam Holenstein
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LÜTISBURG. Im Kinderdörfli gab es viel zu bestaunen: Neben der Führung durch die verschiedenen Wohngruppen, gab es eine kleine Ausstellung mit Produkten aus den Werkstätten und Wohngruppen. Zum Verkauf standen diverse Gegenstände, welche die Kinder selber gebastelt hatten. Für Spiel und Spass sorgten verschiedene Stände, welche von den Kindern und Lehrpersonen geführt wurden. Auch der Tanzlehrer, Tänzer und Choreograph Ricardo Martins Dias war mit einer Breakdance-Vorführung mit von der Partie. Später hatten die Kinder und Jugendlichen die Gelegenheit ein paar «Moves» von dem Tänzer zu erlernen.

Der Gesamtleiter des Kinderdörfli Lütisburg Otmar Dörflinger befürchtete in den frühen Morgenstunden, dass das Wetter nicht mitspielt.

Ohne Komplikationen

Doch seine Ängste waren unbegründet: Die Wolken verzogen sich mehr oder weniger und das Fest konnte beginnen. Es wurde dieses Jahr zum viertenmal durchgeführt und verlief mehr oder weniger ohne Komplikationen, erzählte Otmar Dörflinger. «Das Ziel dieses Anlasses ist es, den Leuten zu zeigen, was wir hier genau machen. Gerne pflegen wir den Kontakt mit der Bevölkerung und den Eltern der Kinder. Es ist pädagogisch sehr wertvoll, wenn die Kinder spüren, dass sie wichtig sind und sich vor allem ihre Eltern für sie interessieren. Im Moment leben bei uns 61 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 17 Jahren. Diese sind auf verschiedene Wohngruppen aufgeteilt. Zusätzlich gibt es noch eine Aussenwohngruppe, in welcher die jungen Erwachsenen bis zu ihrem 20. Lebensjahr bleiben können.»

Nächstes Jahr wieder

Den Bewohnern des Kinderdörfli Lütisburg stehen viele Möglichkeiten zur Beschäftigung in ihrer Freizeit zur Verfügung. Neben einem grosszügigen Spielplatz verfügt das Dörfli auch über eine kleine Badi und einen Fussballrasen. «Bewegung ist sehr wichtig für die Kinder», so Otmar Dörflinger weiter. Auch am Fest wurde getobt, gespielt und gegessen. Die Stimmung der kleinen wie auch der grossen Gäste war sehr gut. Höchstwahrscheinlich wird es auch nächstes Jahr ein Fest im Kinderdörfli geben.