Gesundheitsversorgung
Weg frei für Gesundheitszentrum im ehemaligen Spital Heiden? Kanton kommt Ärzten entgegen

Die zukünftige Nutzung des Spitals Heiden nimmt Formen an. Der Kanton akzeptiert gemäss dem Ausserrhoder Finanzdirektor Paul Signer die Grundbedingungen der Vorderländer Ärzte. Sie können einen Teil der Liegenschaft für fünf Jahre zu den gewünschten Konditionen mieten.

David Scarano
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Schliesst Ende Jahr definitiv: das Spital Heiden.

Schliesst Ende Jahr definitiv: das Spital Heiden.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Vor rund zehn Tagen wurde bekannt, dass es für die Ende Jahr frei werdende Spitalliegenschaft in Heiden gleich mehrere Interessenten gibt. Heidens Gemeindepräsident Gallus Pfister teilte an der öffentlichen Orientierungsversammlung mit, dass etwa ein Unternehmen, welches im Bereich Therapie und spezialisierte Langzeitpflege für Hirnverletzte tätig ist, die Immobilie durch einen Neubau ersetzen würde. Auch von einer Langzeittherapie für psychisch- und suchtkranke Straftäterinnen war die Rede.

Die Vorderländer Gemeinde unterstützt allerdings die Pläne von Vorderländer Ärzten, die ein Gesundheitszentrums anstelle des Spitals schaffen wollen. Dieses Projekt hat nun eine wichtige Hürde genommen. Am Montag teilte Ausserrhodens Finanzdirektor Paul Signer mit:

Finanzdirektor Paul Signer.

Finanzdirektor Paul Signer.

Ennio Leanza / KEYSTONE
«Der Kanton hat die Grundbedingungen der Ärzte akzeptiert. Sie können für fünf Jahre einen Teil der Liegenschaften zum gewünschten Preis von 150 Franken pro Quadratmeter mieten.»

Damit kommt der Kanton, der ab 1. Januar Besitzer der Spitalliegenschaft wird, den Vorderländer Ärzten entgegen. Ursprünglich wollte er die gesamte Immobilie, die über rund 3000 Quadratmeter Fläche verfügt, vermieten oder verkaufen.

Frist bis Ende März

Die nun vom Ausserrhoder Regierungsrat genehmigte Absichtserklärung, die zum Ziel hat, den Betrieb eines Ärztehauses im heutigen kantonalen Spital Heiden zu ermöglichen, wird den Initianten zugestellt.

Wie die Kantonskanzlei am Montag mitteilte, haben die Ärzte nun die Möglichkeit, sich zum Inhalt zu äussern. Wenn sich die beiden Parteien einig seien, werde ein konkreter Mietvertrag abgeschlossen. Die Frist dafür sei bis Ende März, so der Finanzdirektor. Komme bis dahin kein Vertrag zustande, könne sich der Kanton anderweitig umschauen.

Was mit der restlichen Fläche der Spitalliegenschaft geschieht, ist gemäss Paul Signer derzeit «noch völlig» offen. Kein Projekt sei vom Tisch, sagte er. Man werde nun Gespräche führen.

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