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Gesundheitsregion Appenzellerland in anderer Form weiterentwickeln

Bis 2019 eine Million Umsatz, 20 neue Arbeitsplätze und 6500 Kundinnen: Diese hochgesteckten Ziele erreicht die Gesundheitsregion Appenzellerland bei Weitem nicht. Der Verein muss über die Bücher gehen.
Monika Egli
Auch die Gemeinde Heiden unterstützt die Gesundheitsregion Appenzellerland mit einem jährlichen Beitrag. (Bild: Karin Erni)

Auch die Gemeinde Heiden unterstützt die Gesundheitsregion Appenzellerland mit einem jährlichen Beitrag. (Bild: Karin Erni)

Bei der Gründung des Vereins Gesundheitsregion Appenzellerland im April 2016 stellte man explizit die Frauengesundheit ins Zentrum. In erster Linie für die Zielgruppe der 40- bis 60-Jährigen sollten touristisch attraktive Angebote entwickelt werden. Ernüchterung machte sich breit, als es an der ersten Mitgliederversammlung im letzten Sommer hiess: «Die Buchungen erfolgten zögerlich.» Auch im aktuellen Jahresbericht wird festgehalten, dass «die gesteckten Ziele noch nicht erreicht werden konnten». Vergangenen März verliess zudem die Geschäftsführerin nach nur neun Monaten ihren Posten bereits wieder, und es musste mit einer Interimslösung weitergemacht werden. Die ambitiösen Ziele, die Vereinspräsident Gallus Pfister noch im Januar 2017 formuliert hatte, nämlich bis 2019 eine Million Franken Umsatz und bis zu 20 neue Arbeitsplätze zu generieren sowie 6500 Kundinnen zu gewinnen, sind offensichtlich unerreichbar.

Dank öffentlicher Gelder keine finanziellen Sorgen

«Wir sind eben in der Vertragsverhandlung mit einer neuen Geschäftsführerin», beantwortet der Gemeindepräsident von Heiden, Gallus Pfister, in der Eigenschaft als Präsident der Gesundheitsregion Appenzellerland eine entsprechende Anfrage, die unerwartet aktuell ist, fand doch just am Montag die zweite Mitgliederversammlung statt. Einen Namen könne er zwar noch nicht nennen, aber in Kürze werde man mehr über die neue Geschäftsführerin erfahren. Soviel kann Pfister jedoch verraten: «Wir werden mit der neuen Person zusammen das bereits Bestehende in anderer Form weiterentwickeln.» Wollte man bisher die Angebote aus dem Gesundheitsbereich bündeln und in thematischen Paketen am Markt positionieren, strebt man künftig den gegenteiligen Weg an: «Wir organisieren grosse Anlässe mit Persönlichkeiten aus den Bereichen Energetik und Spiritualität, die viel Publikum mobilisieren können. Gleichenorts können die Leistungserbringer dann sich und ihre Angebote präsentieren.»

Mit der neuen Geschäftsführerin müssen deshalb die Marketingstrategie angepasst und die Zielgruppe hinterfragt, allenfalls neu definiert werden. Die neue operative Leiterin wird nicht mehr ein 100-, sondern ein 50- bis 60-Prozent-Pensum abdecken. Finanziell steht die Gesundheitsorganisation Appenzellerland laut Pfister nach wie vor gut da. Die Verantwortlichen können mit einer halben Million Franken für die Dauer von fünf Jahren rechnen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus NRP-Geldern (Neue Regionalpolitik), welche Bund und Kanton beisteuern, «sofern man gesteckte Etappenziele erreicht». Im Weiteren sind von der Metrohm-Stiftung in Herisau 200 000 Franken geflossen und weitere 100 000 Franken in Aussicht gestellt worden. Die Mitgliederbeiträge bringen weitere 80 000 Franken ein. Nebst einigen Einzelmitgliedern berappen diesen Betrag vor allem die Betriebe und Organisationen der Vorstandsmitglieder. Es sind dies Sandro Agosti, stellvertretender VR-Präsident Heilbad Unterrechstein; Monika Bodenmann, Präsidentin Appenzellerland Tourismus AR; Erich Dasen, Direktor Hotel Heiden; Othmar Kehl, ehemaliger Chefarzt und VR Spitalverbund AR, Jasmin Kaufmann-Häne, Projektleierin Regio Appenzell AR St. Gallen-Bodensee, Urs Kellenberger, Projektinitiant und Gesundheitsberater; sowie Gallus Pfister, Gemeindepräsident von Heiden, der den Verein präsidiert. Der Vorstand hat sich seit der Gründung nicht verändert.

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