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GESUNDHEIT: Zehn Jahre Expertenteams an den Spitälern Wattwil und Wil

Expertenteams sollen es ermöglichen, den Patientinnen und Patienten spezialisiertes Fachwissen anbieten zu können. Bis heute wurden in der Spitalregion Fürstenland-Toggenburg sieben solcher Teams gegründet.

Nach einer Knieoperation kommt ein älterer Herr ins Spital Wattwil. Er erholt sich körperlich zwar gut, macht tagsüber einen guten Eindruck, doch der Nachtdienst stellt Halluzinationen und eine Unruhe fest. Einmal stürzt der 82-Jährige, als er nachts auf die Toilette will. Wie üblich wird nach dem Vorliegen eines Delirs, einem Verwirrtheitszustand, gefahndet. Die Beobachtung wird weitergeleitet an den zuständigen Arzt, welcher versucht, das Vorliegen eines Delirs zu bestätigen. Ein solches bringt den Alltag der betroffenen Patienten, der Angehörigen und des betreuenden Personals durcheinander. Es ist oft ein Grund, warum ein Patient nicht direkt nach Hause zurückkehren kann, sondern vorübergehend in einem Alters- und Pflegeheim betreut werden muss. Im Falle des 82-Jährigen klingt das Delir nach dem zweiwöchigen Aufenthalt auf der Akutgeriatrie ab und er kann nach Hause zurückkehren.

Richtige Behandlung fördert die Orientierung

Die Pflegefachpersonen, Ärzte und Therapeuten der Spitalregion Fürstenland-Toggenburg (SRFT) sind vertraut mit dem vorübergehenden Verwirrtheitszustand. Dessen Auslöser sind zahlreich. Der Verwirrtheitszustand ist theoretisch behebbar. Wie lange er anhält, ist aber individuell unterschiedlich. Wichtig ist es, das Delir schnellstmöglich als solches zu erkennen. Zentral im Umgang mit verwirrten Patienten ist das Fördern einer ruhigen Umgebung, das Formulieren von einfachen und kurzen Sätzen und das Vermitteln von Sicherheit durch beispielsweise vertraute Gegenstände. In der SRFT arbeitet das Expertenteam Delir – interprofessionell zusammengesetzt aus Ärzten, Pflegefachpersonal und Therapeuten – eng zusammen. Es ist eines von sieben Expertenteams der SRFT.

Aufgrund des Leistungsauftrages zur Grundversorgung für die Bevölkerung sind in den Spitälern Wattwil und Wil insbesondere als Generalisten ausgebildete Personen tätig. Die zunehmende Mehrfacherkrankung sowie die steigende Zahl chronisch kranker Patienten erfordern allerdings auch speziell aus- oder fortgebildetes Personal. Expertenteams verpflichten sich, sich zusätzliches, spezialisiertes Wissen anzueignen. Zehn Jahre nach der ersten Gründung im Dezember 2007 gibt es die Expertenteams Alkohol, Chronische Wunden, Delir, Diabetes mellitus, Ethische Beratung, NIV (Nicht-invasive Beatmung) und Palliative Care. (pd)

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