Gesucht: Engagierte Dorfbewohner

23 Teilnehmer diskutierten auf Einladung der Arbeitsgruppe «Zukunft Saal- und Verkehrsverein St. Peterzell» über Wege, die gesellschaftlichen Aktivitäten im Dorf neu zu beleben. Dies, nachdem der Verkehrsverein sich auflösen will und der Dorfverein neue Vorstandsmitglieder benötigt.

Kathrin Meier-Gross
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Werner Raschle informierte über die Situation im Saal und im Verkehrsverein St. Peterzell. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

Werner Raschle informierte über die Situation im Saal und im Verkehrsverein St. Peterzell. (Bild: Kathrin Meier-Gross)

ST. PETERZELL. Werner Raschle, Mitglied der fünfköpfigen Arbeitsgruppe, überraschte die Anwesenden mit einer traurigen Mitteilung: Berti Signer, die Gattin Willi Signers, des Präsidenten des Verkehrsvereins St. Peterzell, war die Nacht zuvor verstorben. In der Arbeitsgruppe habe man deshalb Zweifel, ob es angebracht sei, gerade jetzt über das Dorfleben zu diskutieren, sagte Werner Raschle. Die Anwesenden im Rösslisaal einigten sich nach einer Denkpause darauf, an diesem Abend ihre Meinungen einzubringen.

Was die Vereine leisten

Der Verkehrsverein ist zuständig für die Chilbi, die 1.-August-Feier und den Fasnachtsumzug. Dazu kommen die Organisation der Adventsfenster, der Beflaggung mit Fahnen, des Einchlausens und des Seifenkistenrennens. Schliesslich bewirtschaftet der Verein die Festbänke.

Eine regelmässige Tätigkeit des Saalvereins ist die Verwaltung der Mehrzweckhalle im nichtschulischen Bereich gemäss der Verwaltungsvereinbarung mit der Gemeinde Neckertal. Dazu kommt sporadisch die Organisation von Vereinsempfängen und von Anlässen wie beispielsweise früher des Frühlingsmarkts oder des Toggenburger Verbandsschwingfestes im vergangenen Jahr.

Neuen Verein lancieren?

Werner Raschle stellte deshalb die Frage, was das Dorf verlieren werde, wenn diese Anlässe nicht mehr durchgeführt würden. Der Zusammenhalt im Dorf bleibe dank den Vereinen erhalten, meinte eine Stimme. Eine andere wies darauf hin, dass man oft erst dann etwas vermisse, wenn es nicht mehr vorhanden sei. Ein anderer Vorschlag lautete, anstelle von Saal- und Verkehrsverein einen neuen Verein zu lancieren. Dieser solle als Koordinationsstelle für die Vereine und Körperschaften funktionieren. Indem Aufgaben wie die 1.-August-Feier an Vereine delegiert würden, sei mehr Flexibilität möglich, meinte Adrian Riss

Aufgabe als Koordinator

Nach längerer Diskussion wurde die Form des Dorfvereins als Gerüst für gesellschaftliche Aktivitäten favorisiert. Der Vorstand würde als Koordinator die Aufgaben verteilen und sein Arbeitspensum auf ein erträgliches Mass reduzieren. Im neuen Verein wären alle erwünscht, auch Private und das Gewerbe. Werner Raschle zeigte sich erfreut, dass ein gemeinsamer Nenner gefunden werden konnte. Jetzt gelte es, Köpfe zu suchen. «Bitte engagiert euch, sprecht Leute an. Bis Ende Februar brauchen wir ein Feedback!»