Gestank aus alten Teergruben

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Herisau Diese Woche meldeten Anwohner im Gebiet Untere Fabrik unangenehmen Gestank. Abklärungen haben ergeben, dass die Ursache in der Sanierung der alten Teergruben des ehemaligen Gaswerks in diesem Gebiet zu finden ist. Diese Arbeiten laufen gemäss einer Mitteilung der Gemeindekanzlei seit dem 23. Januar und sollten bis am 15. Februar abgeschlossen sein. Die Emissionen seien gesundheitlich unbedenklich, so das Amt für Umwelt des Kantons. In der Unteren Fabrik wurde von etwa 1867 bis 1971 ein Gaswerk betrieben, das aus Steinkohle sogenanntes «Stadtgas» für Beleuchtungs-, Koch- und Heizzwecke herstellte. Dabei entstand eine bitumenartige Schlacke, die in Teergruben zwischengelagert wurden, ehe man sie für den Strassenbau einsetzte. Nach der Stilllegung waren die Teergruben nicht komplett entleert worden. Weil die Teergruben an der Glatt liegen, hätten sie für das Gewässer ein Risiko darstellen können. Im Herbst wurde die Erdgas-Hochdruckleitung, die über die Teergruben verlief, umgelegt, um die Gruben zugänglich zu machen. Weil man mit Geruchsemissionen rechnen konnte, wurde die Sanierung auf den Winter gelegt, so dass die Anwohner am wenigsten betroffen sind. Der Anstieg der Temperaturen führte diese Woche nun dazu, dass der «Gestank» vermehrt wahrgenommen wurde. (gk)