Geselligkeit lässt Regen vergessen

In Unterwasser gingen am Sonntag die Veteranentage der Fussball-Veteranen-Vereinigung des SFV zu Ende. Höhepunkte der Tage bildeten der Galaabend am Samstag sowie die traditionelle Landsgemeinde.

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Das OK aus der Region flankiert die Sporttalk-Gäste Nöldi Forrer, Giorgio Contini und Nikolaj Hänni (Mitte). (Bild: pd)

Das OK aus der Region flankiert die Sporttalk-Gäste Nöldi Forrer, Giorgio Contini und Nikolaj Hänni (Mitte). (Bild: pd)

UNTERWASSER. Die zwei Tage standen im Zeichen des 25-Jahr-Jubiläums der Sektion Graubünden-Liechtenstein-St. Gallen. Zentralpräsident Hansruedi Jakober führte die Gästeschar der Gratulanten am Galaabend an. «Gratulation zum Jubiläum. Die Sonne scheint im Herzen», kam Jakober auf die heftigen Niederschläge am Samstag zu reden und freute sich im Rahmenprogramm Gebräuche aus dem Toggenburg kennengelernt und genossen zu haben.

«Für das Wetter können wir nichts. Viele Gäste meinten, dass sie bei gutem Wetter nochmals in diese Region kommen werden», begrüsste OK-Präsident Ernst Frehner die rund 350 Gäste aller 25 Sektionen. Auch OFV-Präsident Stephan Häuselmann gratulierte. «Mit 25 Jahren ist man noch nicht Veteran, mit 40 Jahren gehöre ich zu ihnen und bin somit verbunden», bekannte Häuselmann und sprach das Motto an, das der OFV pflege, faire, sichere Spiele abzuwickeln. 37 000 Fussballer, 2500 Trainer, 536 Schiedsrichter sowie 1100 Funktionäre in 139 Vereinen sind dank des Fussballs verbunden.

Sportlertalk mit Contini

OK-Chef Ernst Frehner präsentierte in einem Sportlertalk FCV-Trainer Giorgio Contini, Fifa-Ref Nikolaj Hänni und den Schwingerkönig von 2001, Nöldi Forrer. Der FCV konnte sein Ansehen in der Schweiz steigern; bestimmt ein Verdienst von Trainer Contini. «Entscheidend ist die Vereinsführung. Wir sind authentisch, sind Gast in der Super League, und beim ersten Super-League-Aufstieg war der FCV nicht sympathisch aufgetreten. Wir sind ruhig, bodenständig aufgetreten. Im FCV-Kader sind 17 Schweizer Spieler; damit sind wir in der Liga jene mit den meisten Schweizern vertreten», schilderte Contini. Punkto Zielsetzung hielt sich der FCV-Trainer zurück: «Das Ziel muss dasselbe sein; wir wollen unsere Arbeit bestätigen. Die Ausgangslage ist anders, denn mit Lugano haben wir nun einen Jäger, der uns schlagen will. Wir wollen nach wie vor in der Super League bleiben.»

Der in Gams wohnhafte Schiedsrichter Nikolaj Hänni erzählte von seinem Tiefpunkt als Schiedsrichter. «Im Rahmen des Austauschprogramms mit Österreich pfiff ich das Abstiegsduell Mattersburg gegen Altach. Es waren meine längsten 90 Minuten auf dem Fussballplatz, denn Reporter kamen auf mich zu. Es war mein grösster Negativpunkt», gestand Hänni, ohne Details zu nennen. Einen speziellen Höhepunkt international konnte er nicht nennen. «Es ist ein Geschenk, wenn man ins Ausland gehen darf. Imposant war der Einsatz als vierter Ref im Spiel Frankreich gegen Spanien im vollen Stade de France.» Schwingerkönig Nöldi Forrer gewährte Einblick in die Sammlung einzelner Preise. Das Eidgenössische Schwingfest in Estavayer-le-Lac ist eines seiner grossen Ziele. «Wer weiss, ob ich danach noch weitermache. Ich habe 131 Kränze und will die Rekordmarke von 136 toppen», schilderte Forrer und nannte das «Schwägalp-Fest», das für ihn bei Erfolgen «Hühnerhaut-Feeling» entfache. Zu den Chaoten auf den Fussballplätzen bemerkte Nöldi Forrer an, dass Exzesse im Schwingsport gar nicht aufkommen. «Ein Chaot würde sofort eine Ohrfeige kassieren», stellte Forrer klar. Contini relativierte: «Es sind kleine Gruppen. Im Schwingen besteht eine andere Kultur. Fussball ist nicht geerdet; Fussballer haben einen anderen Fokus.» Emotionen sind im Fussball ein Muss, meinte Hänni. «Gewalt ist nicht gewünscht.»

Kulinarische Schmankerl

An den beiden Tagen boten die Organisatoren einige kulinarische Leckerbissen aus der Region. Neben dem Churfirstenchörli Alt St. Johann, das 25 Gäste in ihre Darbietungen einband, überzeugte Nicolas Senn am Hackbrett, die Kapelle Alpiger/Signer sowie die Bürgermusik Wildhaus und die «Nachtfalter» bei der Landsgemeinde. (pd)