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«Geschmacklos», «schlechter Stil»: SVP-Nationalrat David Zuberbühler kritisiert das Wurmplakat seiner Partei

An der Delegiertenversammlung der SVP AR sorgt das umstrittene Inserat für Diskussionen. David Zuberbühler wusste nichts vom Plakatsujet, obwohl der SVP-Nationalrat Mitglied der nationalen Parteileitung ist.
Jesko Calderara
David Zuberbühler kämpft am 20. Oktober um seine Wiederwahl. Bild: Keystone

David Zuberbühler kämpft am 20. Oktober um seine Wiederwahl. Bild: Keystone

Die Ausserrhoder SVP geht auf Distanz zur Schweizer Mutterpartei. Grund dafür ist das umstrittene Wahlplakat, das die anderen Parteien als Würmer darstellt. «Ich finde dieses Symbol daneben und kann den Unmut darüber verstehen», sagte SVP-Kantonalpräsident Anick Volger am Dienstag an der Delegiertenversammlung im Hotel Krone in Gais.

Seiner Ansicht nach hätte es bessere Lösungen gegeben, um den Inhalt zu vermitteln. Es verstehe sich von selbst, dass die SVP diese Plakate in Ausserrhoden nicht verwenden werde, sagte Volger. Man werde stattdessen seinen Unmut intern bei der Parteileitung der SVP Schweiz kundtun.

Delegierte sind geteilter Meinung

Unter den 39 anwesenden Delegierten waren die Meinungen zum Wurmplakat geteilt. Einige fanden dieses zwar überzeichnet, inhaltlich aber durchaus berechtigt. Vor allem SVP-Mandatsträger distanzierten sich vom Sujet, sowohl an der Delegiertenversammlung als auch in den sozialen Medien. Dazu gehört beispielsweise Nationalrat David Zuberbühler. Er kämpft am 20. Oktober gegen FDP-Nationalratskandidatin Jennifer Abderhalden um seine Wiederwahl.

Zuberbühler wusste von nichts

Zuberbühler ist Mitglied der Schweizer Parteileitung, wusste von der verunglimpfenden Kampagne allerdings nichts. Er halte diese für geschmacklos, sagte er. «Es gehört zu meinem Stil, den politischen Gegner zu akzeptieren.» Besser wäre es, hervorzuheben, was die Partei Gutes mache. Zuberbühler befürchtet zudem, dass die Inserate ihm schaden werden. Für eine Wiederwahl brauche er Stimmen ausserhalb der SVP-Wählerschaft. Mit dem Wurmplakat werde aber ausgerechnet die Mitte angesprochen.

Kein Verständnis über FDP-Angriff

Für Diskussionen sorgte auch die Frage, ob FDP-Ständerat Andrea Caroni unterstützt werden soll. Der Ärger unter den Delegierten über den freisinnigen Angriff auf den Nationalratssitz war unüberhörbar. Dies erschwerte den Support der SVP für Caroni. Er bedauere sehr, dass die FDP einmal mehr Macht über alles stelle, sagte Volger. Die «SP-Kandidatin mit FDP-Logo» sei ein Affront gegenüber den bürgerlichen Wählern. Volger bemängelte zudem die fehlende Auswahl bei den Ständeratswahlen.

In seiner Präsentation betonte Caroni das gute Einvernehmen, welches er mit vielen SVP-Vertretern pflege. Beispielsweise funktioniere die Zusammenarbeit mit David Zuberbühler gut, wenn es darum gehe, Ausserrhoder Interessen zu vertreten. Abgesehen davon habe er sich für eine konsequente Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative der SVP eingesetzt, obschon er das Begehren bekämpft habe, sagte Caroni.
Einige Delegierten zeigten sich enttäuscht von der FDP und sprachen sich gegen eine Unterstützung der freisinnigen Ständeratskandidatur aus. Caroni sei ein linksbürgerlicher Politiker und deshalb nicht wählbar, sagte ein SVP-Mitglied. Die Mehrheit sah dies jedoch anders. Es wäre ein Fehler, nun ein Exempel zu statuieren, gab einer der Anwesenden zu bedenken. Ausserrhoden brauche eine bürgerliche Vertretung in Bern. 28 SVP-Delegierte folgten dieser Argumentation, acht stimmten mit Nein.

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