Geschichten gesanglich vortragen

Der alle zwei Jahre stattfindende Unterhaltungsabend des Jodelchörlis Heimetfreud hat auch am Samstag wieder viel Publikum angelockt. Es konnte schönen Gesang, Alphornklänge sowie ein unvergessliches Theaterstück geniessen.

Beatrice Bollhalder
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Das Jodelchörli Heimetfreud sang sich am Samstagabend in Mosnang am traditionellen Unterhaltungsabend in die Herzen der Gäste. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Das Jodelchörli Heimetfreud sang sich am Samstagabend in Mosnang am traditionellen Unterhaltungsabend in die Herzen der Gäste. (Bild: Beatrice Bollhalder)

MOSNANG. Bereits früh am Samstagabend war den in der Oberstufenturnhalle eintreffenden Besuchern klar, dass es heute eng werden würde. Noch lange bevor der Unterhaltungsabend des Jodelchörlis beginnen sollte, war der Grossteil der Stühle schon besetzt. Deshalb wurden eiligst weitere herbeigeschafft und auch ein paar Bänke aufgestellt. Wer sich an diesem Abend die Zeit genommen hatte, dabei zu sein, bereute es bestimmt nicht, denn es wurde ihm bunte Unterhaltung geboten.

Uraufführung präsentiert

Zum einen von den Gastgebern selber, die unter dem Taktstock ihrer neuen Dirigentin Hedy Schneider zahlreiche Naturjodel und einige schöne Jodellieder eingeübt hatten, zum andern aber auch durch Töne aus den Instrumenten des Alphorntrios Mühlrüti. «Diese Formation gehört seit Jahren zu unserem Unterhaltungsabend», erklärte Martin Widmer, Präsident des Jodelchörlis Heimetfreud, der sich sichtlich freute, dass sein Verein es erneut geschafft hatte, die Halle zu füllen. Johann, Georg und Sepp, die seit fast vierzig Jahren zusammen auftreten, stellen an jedem Unterhaltungsabend wieder neue Alphornstücke vor. Diesmal wurde mit «Vom Berlig», geschrieben von Sepp Meile junior, sogar eine Uraufführung gespielt. Eine Kleinformation, bestehend aus den beiden Vorjodlerinnen und sechs kräftigen Männerstimmen, hatte das Publikum mit seinem ersten Vortrag darüber aufgeklärt, wie es in einer Chörliprobe jeweils zu und her geht. Sie unterhielt das begeisterte Publikum noch mehrmals und erntete dafür grossen Applaus. Solchen gab es aber auch für das Chinderplauschchörli Libigä, das unter der Leitung von Rebekka Näf, unter anderem gesanglich erklärte, wie das Heimatdorf der Kinder erreichbar ist. Die Besucher freuten sich nicht nur, den Kindern zuzuhören, sondern auch, sie bei ihrem Auftritt zu beobachten. Es war zwar nicht deren erster, aber eine Darbietung vor zahlreichem Publikum.

In die Rolle eingegeben

Eine Klasse für sich war einmal mehr das Lustspiel in einem Akt, in dem die sechs Laienschauspieler ihr Talent zeigten und sich voll in ihre jeweilige Rolle eingaben. Weil diese Nacht wegen der bevorstehenden Zeitumstellung eine Stunde mehr Schlaf bringen würde, lag ein Besuch in der Kaffeestube oder ein Tänzchen zur Musik der Kapelle «Wiä's mer gfallt» noch locker drin. Schwer beladen gingen die meisten Besucher schliesslich nach Hause, da die schönen Preise der Tombola zum mehrmaligen Zugreifen bei den Losen ermuntert hatten.