Geschichte Erste Frau kam 2008 zum Verein

Der Fischereiverein Neckertal hat eine bewegte Geschichte. Mit der Erhöhung der Pachtzinsen wurde stets auch die Mitgliederzahl erhöht.

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Der Fischereiverein Neckertal hat eine bewegte Geschichte. Mit der Erhöhung der Pachtzinsen wurde stets auch die Mitgliederzahl erhöht.

Vor 1916 Der Necker wurde durch den Kanton in viele Einzelpachten aufgeteilt und jede Pachtstrecke separat verpachtet. Wegen der 1910 eröffneten Bodensee-Toggenburg-Bahn kommt die Befürchtung auf, dass der Necker durch die nun gute Erreichbarkeit für «reiche» St. Galler Fabrikanten interessant wird und diese bei der Neuverpachtung dann die Einheimischen überbieten könnten.

1916 Am 4. Oktober wurde der Verein im «Anker», Brunnadern, mit 23 Gründungsmitgliedern gegründet. Der Verein bietet für die gesamte Strecke von der Schwandsbrücke bis zur Einmündung in die Thur 1200 Franken, mit der Verpflichtung, 30 000 Jungfische jährlich einzusetzen.

1918 Austritt der Gebrüder Bühler aus Uzwil, was zu einem Minderertrag von 450 Franken führte. Die Weltwirtschaftskrise hat gerade begonnen, und so stellt der Verlust den Verein vor eine grosse Herausforderung. Es wurde in einer eigens dafür berufenen HV deshalb beschlossen, die vier Strecken freizugeben.

1933 Der erste Präsident, Eduard Vontobel, trat nach 17jähriger Amtsdauer zurück. Er wurde für seinen grossen Einsatz zum Ehrenpräsidenten auf Lebzeiten ernannt.

1939 Die beginnende Kriegszeit führt zu Einschränkungen. Bei Brücken darf 100 m ober- und unterhalb nicht gefischt werden. Stationierte Truppen wie auch die im Tal Internierten fischen oft schwarz.

1968 Präsident Robert Wirth konnte nach 33 (!) Amtsjahren krankheitshalber nicht mehr an der HV teilnehmen und trat zurück. Für die Nachfolge stellten sich vier (!) Kandidaten zur Wahl. Gewählt wurde Vizepräsident Paul Rhyner.

1978 Damit der FVN wieder den Zuschlag erhält, mussten die folgenden Bedingungen erfüllt werden: Pachterhöhung auf 19 900 Franken und Erhöhung der Mitgliederzahl von 48 auf 60. Hart geführte Diskussionen führten zu einer Reduktion des Pachtzinses auf 12 045 Franken.

1993 Im Baurecht auf 50 Jahre wird der Weiher der Furth-Säge von Adolf Fäh mit grossem Froneinsatz zu einer Halteranlage für Bachforellen aus dem Necker zur Gewinnung von Laich umgebaut.

1996 Der Pachtzins steigt von bisher 23 620 auf 33 050 Franken. In den folgenden Jahren sinkt die Mitgliederzahl bis 2001 auf 63 Aktivfischer.

2003 Im Neckertal gab es zwei Bachverschmutzungen durch Jauche. Die beiden Verursacher mussten Schadenersatz leisten.

2008 Mit Nora Markwalder wird die erste Frau in der Vereinsgeschichte aufgenommen.

2014 An der HV werden die maximalen Fangzahlen aus Nachhaltigkeitsgründen auf 40 pro Saison und 5 pro Tag festgelegt.