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GESCHICHTE: «Botz Sack ond Böndl!»

Der aktuelle «Innerrhoder Geschichtsfreund» befasst sich mit Mundartliteratur, dem Strafvollzug, den Beziehungen zwischen Reformierten und Katholiken und dem Landwirtschaftsbetrieb des früheren Armenhauses.
Ackerbau des Armenhauses auf der Forren vor der Mechanisierung.

Ackerbau des Armenhauses auf der Forren vor der Mechanisierung.

Moderne Mundartliteratur erlebt seit einigen Jahren einen Aufschwung. Aus dem einen oder anderen Mundartbuch wurde gar ein Bestseller. Mundartdichtung ist aber gar kein so neues Literaturphänomen, sondern seit langem Teil der jeweiligen regionalen Kulturen. In früheren Tageszeitungen und Hauskalendern wurden immer wieder Dialekttexte abgedruckt. Man kennt aber die Autorinnen und Autoren heute kaum mehr. Nicht selten werden deren Texte als altmodisch und heimattümelnd abgestempelt. Die sprachliche Qua­lität der Texte mag bisweilen ­bescheiden gewesen sein. Aber es waren farbige, volksnahe Geschichten, die Einblick gaben in das Denken, Handeln und Leben einer meist ländlichen Gesellschaft.

Hörgeschichten von Albert Rusch

Der neue «Innerrhoder Geschichtsfreund» widmet sich unter anderem einem dieser Appenzeller Dialektautoren: Albert Rusch (1876–1967). Joe Manser hat unter dem Titel «Botz Sack ond Böndl!» Texte von Rusch ausgewählt und Ruschs Werdegang und Sprache kurz dargestellt. Entstanden ist eine Blütenlese, die einen Dialekt zeigt, wie er heute kaum mehr zu hören ist. Zudem hat Joe Manser acht Texte von Albert Rusch vertont, die auf der Homepage des Historischen Vereins angehört werden können ( www.hvai.ch/live/node/165 ).

Auch das Reformationsjahr geht am «Innerrhoder Geschichtsfreund» nicht spurlos vorbei. David Hänggi-Aragai, Verfasser der Oberegger Bezirksgeschichte, untersuchte die Beziehungsgeschichte der Katholiken und Reformierten im Bezirk Oberegg. Trotz zunehmenden konfessionsübergreifenden Kontakten waren diese noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein von einer Art «Grenze im Kopf» geprägt. Weiters wird die Entwicklung des Strafvollzuges in Appenzell Innerrhoden in einem Beitrag des Ausserrhoder Historikers Patric Schnitzer thematisiert.

Mechanisierung der Landwirtschaft

Abgeschlossen wird der Band von einer ausgezeichneten Maturaarbeit aus dem Gymnasium St. Antonius Appenzell: Tobias Fritsche verfasste 2015 seine ­Abschlussarbeit zum Landwirtschaftsbetrieb des Armenhauses Appenzell zwischen 1939 und 1980. Anschaulich werden die Veränderungen in der Innerrhoder Landwirtschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachgezeichnet, die besonders durch die Mechanisierung geprägt waren. (pd)

Der «Innerrhoder Geschichtsfreund» kann am Schalter des Museums Appenzell bzw. der Tourist Info oder direkt beim Historischen Verein Appenzell ( www.hvai.ch ) bezogen werden.

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