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«Geschaffen, gerungen, korrigiert»

An der Vernissage des Appenzeller Liederbuches steht der Gesang im Zentrum. Das Werk soll Schüler aus beiden Appenzeller Halbkantonen begleiten. Es wird erklärt, weshalb das Liederbuch das Zeug zum Kulturgut hat.
Salome Bartolomeoli
Das Jugendchörli Appenzell singt an der Vernissage. (Bild: Salome Bartolomeoli)

Das Jugendchörli Appenzell singt an der Vernissage. (Bild: Salome Bartolomeoli)

«Gesang ist die wahrnehmbare Seite der Seele», eröffnet Projektleiterin Vreni Kölbener am Freitagabend die Singbuch-Vernissage im Zeughaus Teufen. Mit dem neuen Appenzeller Liederbuch soll das Kulturgut «Appenzellerlied» bewahrt werden und weiter noch die Tradition eines Singbuchs, das die Kinder über ihre ganze Schulzeit begleitet, neu aufleben lassen. «Es ist mehr als ein Singbuch. Es ist fast schon ein Kulturgut», meint aus diesem Grund Künstler und Kunstlehrer Werner Meier, der das Buch mit seinen Bildern illustrierte.

Das Gemeinsame steht im Zentrum

«In den letzten Jahren hat Singen an Aktualität gewonnen», fährt Kölbener fort. Im Sommer 2014 habe sich im Auftrag von Bildungsdirektor Roland Inauen die Innerrhoder Arbeitsgruppe zusammengetan. Nachdem später die Ausserrhoder in das Projekt mit einstiegen, begannen im Januar 2015 die Arbeiten an dem gemeinsamen Lieberbuch. Nun sei ein Sammelwerk aus 95 Liedern, vom Rugguseli bis zum Zäuerli, entstanden. Kölbener betont, dass das Singbuch eine Herzensangelegenheit geworden sei, und vergleicht die Aktualisierung der Sammlung von appenzellischem Liedgut mit der Renovation eines Appenzellerhauses. Von den beiden Arbeitsgruppen wurden viele neue Lieder gesucht und alte verworfen.

Eine Mischung aus Tradition und Aktualität

Nun zeichnet sich das Buch durch eine Mischung aus Tradition und Aktualität aus. «Wir wollten die Grenzen der beiden Appenzeller Kantone nicht vermischen», so Kölbener. Den jeweiligen Dialekten, Schreibweisen und Melodien seien sie treu geblieben. Trotzdem scherzt Inauen: «Ich freue mich schon auf den Moment, an dem Ausserrhoder Schüler ein Innerrhoder Ratzliedli singen». Alfred Stricker bedankt sich für die gute Zusammenarbeit und betont, dass für ihn die Pflege des Dialekts etwas vom schönsten und wichtigsten sei. «Nun soll aber nicht weiter geredet werden, nun soll gesungen werden», schliesst der Ausserrhoder Bildungsdirektor seine Rede. Musikalische Kostproben bekommen die rund 450 Gäste vom Chinderchörli Herisau, dem Goofechörli Gonten, dem Buebechörli Stein und dem Jugendchörli Appenzell. Sie erstaunen mit ihrer Frische und den Choreografien.

Zum Schluss werden sowohl die Kinder als auch die Besucher von Kölbener ermutigt, mit dem Singen weiter zu machen. Nach einem gemeinsamen «A de bini loschtig gsee», klingt der Anlass an einem Apéro mit vielen Appenzellerspezialitäten aus. Das Appenzeller Liederbuch wird in Zukunft jedem Drittklässler abgegeben. Im Buchhandel kann es für 24 Franken bezogen werden.

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