Geschäft mit Hasen und Tauben

Die Osterwoche bringt Konditoreien und Confiserien viel Arbeit und grossen Umsatz. Im Gegensatz zu Grossverteilern, die Osterhasen maschinell fertigen, produzieren Kleinbetriebe von Hand.

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Phantasiehasen wie «Big Boss» werden in Kleinbetrieben von Hand gefertigt. (Bild: Timo Züst)

Phantasiehasen wie «Big Boss» werden in Kleinbetrieben von Hand gefertigt. (Bild: Timo Züst)

HERISAU/APPENZELL. Seit Januar hoppeln in der Bäckerei Konditorei Confiserie Schläpfer in Herisau sowie im Café-Confiserie Laimbacher in Appenzell handgemachte Schoggihasen aus den Produktionsräumen. Rund 150 Kilogramm Kuvertüre hat Emil Knöpfel dieses Jahr verarbeitet. Sein Betrieb an der Oberdorfstrasse in Herisau mache an Ostern nach dem Weihnachtsgeschäft am zweitmeisten Umsatz. «Spitzentag ist jeweils der Gründonnerstag, und am besten verkaufen wir Osterhasen der mittleren Grösse. Etwa 20 Formen für gegossene Hasen verwendet Emil Knöpfel, und er kreiert Phantasiehasen aus halbierten Schokoladeeiern oder Praliné-Eier. Weiter produziert der Herisauer Osterspezialitäten wie Osterchüechli, Bisquithasen und Ostertauben.

Reto Laimbacher vom gleichnamigen Geschäft in Appenzell hat mit seinen vier Angestellten seit Januar vor allem gegossene, handkolorierte Osterhasen produziert. Heuer hat er zudem bunte Schokoladehennen im Angebot seines Geschäfts an der Weissbadstrasse sowie der Filiale an der Hauptgasse. Mit den Preisen der Grossverteiler könne sein Betrieb nicht konkurrieren. Seine Kundschaft sei auf der Suche nach speziellen Osterhasen, etwa für Enkel- oder Patenkinder. Gegen 50, teils uralte Gussformen nennt Reto Laimbacher sein Eigen. Seit Jahren führt er eine Statistik, damit er abschätzen kann, wie viele Osterhasen und Praliné-Eier er jeweils verkauft. Er sagt: «Das Wetter beeinflusst das Ostergeschäft stark, und am meisten verkaufen wir jeweils in der Karwoche». (mc)

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