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Gerbe-Turnhalle zum Zweiten

Nach 2015 gelangt am 23. September erneut die Dreifachturnhalle Gerbe zur Abstimmung. Die Pläne sind überarbeitet worden. Auf eine Steuererhöhung soll verzichtet werden.
Jesko Calderara
Gemäss dem Modell könnte die neue Dreifachturnhalle so aussehen. Anpassungen am Vorprojekt sind aber noch möglich. (Bild: Visualisierung: PD)

Gemäss dem Modell könnte die neue Dreifachturnhalle so aussehen. Anpassungen am Vorprojekt sind aber noch möglich. (Bild: Visualisierung: PD)

Die Gemeinde Heiden nimmt einen neuen Anlauf für eine Dreifachturnhalle beim Schulhaus Gerbe. Am 23. September entscheiden die Stimmberechtigten über eine Kreditvorlage von 14,7 Millionen Franken. Die Mehrkosten für den als Option vorgesehenen Ausbau belaufen sich auf 1,5 Millionen Franken. Darüber wird separat abgestimmt. Im November 2015 scheiterte ein Wettbewerbs- und Projektierungskredit von 1,1 Millionen Franken für den Ersatz der «Gerbe» durch eine Dreifachsporthalle. Die Investitionskosten wurden damals rudimentär auf 17 Millionen Franken geschätzt.

«Aus dieser Niederlage haben wir gelernt», sagt Vizegemeindepräsidentin Susann Metzger. Als Schulpräsidentin leitet sie die Projektgruppe Sporthalle. Diese ging seit der letzten Abstimmung über die Bücher und hat vertiefte Abklärungen getroffen. Nun liegt ein Vorprojekt mit einer Kostenschätzung von plus/minus 15 Prozent auf dem Tisch. Die Pläne dazu stammen vom Büro Aschwanden Schürer Architekten AG.

Infrastruktur für Anlässe mit bis zu 800 Personen

Gegenüber der ersten Version wurde das Bauprojekt redimensioniert und das Investitionsvolumen gesenkt. So soll auf eine Tiefgarage verzichtet werden. Metzger verweist in diesem Zusammenhang auf das Parkierungskonzept der Gemeinde. Bei der «Gerbe» und der Sefar gebe es in der nahen Umgebung genügend Parkmöglichkeiten. Der Gemeinderat will zudem die angrenzende Liegenschaft «Steffen» nicht kaufen und abreissen lassen, sondern den Grenzabstand von neun Metern einhalten. Gemäss dem Vorprojekt wird die neue Turnhalle eine Einheit mit dem Schulhaus bilden. Die Eingangshalle wird neu gestaltet und weiterhin gemeinsam mit dem Schulhaus genutzt. Ob der Eingangshalle besteht die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt das Schulhaus mit zwei Klassenzimmern sowie einem Gruppenraum zu erweitern. Im Untergeschoss werden die Garderoben, die auch vom Sportplatz her zugänglich sind, mit Duschen und Toiletten um den bestehenden Schutzraum herum gruppiert.

Damit die neue Sporthalle auch für Veranstaltungen sowie grössere Sportanlässe wie beispielsweise Turniere oder Meisterschaftsspiele genutzt werden kann, ist als Option eine Ausziehtribüne auf der Längsseite unter der Galerie vorgesehen. «Die Zuschauer wären dadurch näher am Geschehen als in der Turnhalle Wies», sagt Metzger. Im Zusatzkredit von 1,5 Millionen Franken enthalten sind auch eine Klappbühne mit Bühneneinrichtung und -technik auf der Stirnseite sowie eine Erweiterung der Lüftung für Mehrzweckanlässe. Damit könnte die Halle für Veranstaltungen mit bis zu 800 Personen genutzt werden. Es gehe aber nicht darum, eine Konkurrenz für den gemeindeeigenen Kursaal zu schaffen, betont die Präsidentin der Projektgruppe Sporthalle. «Mit dieser Infrastruktur wären wir in der Lage, in Heiden grössere Anlässe durchzuführen.» Als Beispiel nennt Metzger Delegiertenversammlungen von Parteien sowie die Kantonalkonferenzen der Lehrerinnen und Lehrer. Nichts geändert hat sich im Vergleich zu 2015 am Handlungsbedarf. Die Turnhallen Gerbe und Asyl sind sanierungsbedürftig. Dafür müssten rund 5,4 Millionen Franken investiert werden. Darauf soll aus Kosten-Nutzen-Überlegungen verzichtet und stattdessen eine Dreifachturnhalle, welche in separate Hallen unterteilt werden kann, realisiert werden. Bedarf an einer Sporthalle mit Grossfeld haben vor allem der lokale Fussballverein, die BSG Vorderland, Floorball Heiden und die Schule. Das Sportstättenkonzept sieht zudem eine Umnutzung der Asylturnhalle vor.

Der Baubeginn könnte 2020 erfolgen

Mit der Zusatzoption kostet das Projekt 16,2 Millionen Franken. Dies gäbe jährlich Abschreibungen von rund 400000 Franken. Die Unterhalts-und Betriebskosten werden auf 150000 Franken geschätzt. Zur Finanzierung der Dreifachturnhalle war ursprünglich eine Anhebung des Steuerfusses um 0,2 Einheiten vorgesehen. Darauf will der Gemeinderat nun verzichten. «Wenn die Steuererträge sich weiterhin so entwickeln wie in den vergangenen Jahren, braucht es vorläufig keine Steuererhöhung», sagt Pfister. Bei einem Ja der Stimmberechtigten in etwas mehr als drei Wochen wird in einem Planerwahlverfahren jenes Architekturbüro ausgewählt, welches das Detailprojekt für den Ersatzneubau Gerbe ausarbeiten und die Realisierung begleiten wird. Als Grundlage dient das vorliegende Vorprojekt. Änderungen könne es aber geben, sofern diese im Budget lägen, sagt Metzger. Der Baubeginn könnte im Sommer 2020 erfolgen. Verläuft alles nach Plan, wird die neue Dreifachsporthalle Gerbe spätestens Ende 2021 fertig sein.

Hinweis

Am Montag um 19.30 Uhr ist das Projekt Thema an der öffentlichen Versammlung im Kursaal.

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