Geplanter Erotiksalon kommt nicht

HERISAU. Viel Wirbel hatte es gegeben, als bekannt wurde, dass im früheren Sporthotel an der Kasernenstrasse ein Erotiksalon entstehen sollte. Nun hat die Eigentümerin der Liegenschaft das Baugesuch zurückgezogen.

Daniel Walt
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Im Zentrum des Streits: Das ehemalige Sporthotel gegenüber des Sportzentrums. (Bild: Patrik Kobler)

Im Zentrum des Streits: Das ehemalige Sporthotel gegenüber des Sportzentrums. (Bild: Patrik Kobler)

«Ein Puff hat vis-à-vis dem Sportzentrum nichts verloren.» Das sagte Paul Signer, Gemeindepräsident von Herisau, als er vor etwas mehr als einer Woche durch die Zeitung vom geplanten Erotiksalon an der Kasernenstrasse erfuhr. Er zeigte sich überzeugt, dass eine entsprechende Einsprache geschützt würde, zumal im gegenüberliegenden Sportzentrum viele Kinder und Jugendliche ein und aus gingen. Nun hat die Geschichte eine unerwartet rasche Wendung genommen. Wie die Gemeinde Herisau nämlich mitteilt, ist das entsprechende Baugesuch zurückgezogen worden.

Hohe Wellen geworfen
«Mit Schreiben vom 11. April zieht die Etrik AG ihr Baugesuch für einen Erotiksalon an der Kasernenstrasse zurück», schreibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung. In einem Brief habe die Eigentümerin der Liegenschaft mitgeteilt, dass sie auf die im Baugesuch beantragte Zweckänderung verzichte. Diese hatte in Herisau hohe Wellen geworfen. Nicht nur der Gemeindepräsident, sondern auch die SVP war darüber empört, dass genau an jenem Standort ein Erotiksalon entstehen sollte. «Der Standort könnte nicht schlechter gewählt sein, liegt er doch exakt gegenüber dem stark frequentierten Sportzentrum, das täglich durch eine Vielzahl von Schulkindern besucht und benutzt wird», stellte die Partei in einem Communiqué fest. Zudem reiche das bestehende «schmuddelige» Angebot im Dorf bei weitem aus.

Planauflage gestoppt
Noch vor einer Woche hatte sich Edwin Eberli, Präsident der Etrik AG, in der Appenzeller Zeitung überzeugt gezeigt, dass eine Einsprache das Vorhaben nur verzögern, aber nicht verhindern würde. Zudem hatte er festgehalten, der Salon werde die Umgebung nicht stören. Nun gibt er trotzdem klein bei. Die Einsprachefrist gegen das Bauvorhaben hätte am 26. April geendet. Nach dem Schreiben der Etrik AG hat die Gemeinde die Planauflage allerdings bereits gestoppt.

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