Gepflegtes «Bödelä»

HEMBERG. Zum achten Mal trafen sich vergangenen Samstagabend «Bödelär» zum achten « Toggenburger Priisbödelä» in der Turnhalle Dreieggli in Hemberg.

Christiana Sutter
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Die Juroren beobachteten den Vortrag des Appenzellers Frowin Neff ganz genau. Wie bereits in den letzten Jahren gewann Neff das «Toggenburger Priisbödelä». (Bild: Christiana Sutter)

Die Juroren beobachteten den Vortrag des Appenzellers Frowin Neff ganz genau. Wie bereits in den letzten Jahren gewann Neff das «Toggenburger Priisbödelä». (Bild: Christiana Sutter)

Beim ersten Basston wird mit dem «Bödelä» begonnen. Poltern und Stampfen wird bestraft. Auch ein maschinenmässiges «Bödelä» ist nicht erwünscht. «Wir möchten ein gepflegtes <Bödelä> von den Teilnehmern sehen», sagt Simon Lüthi jun. aus Ebnat-Kappel. Er ist einer der Mitorganisatoren des achten Wettkampfs einer Tradition, die fast in Vergessenheit geraten ist.

«Bödelä» zu Live-Tanzmusik

35 «Bödelär» haben sich für den Wettkampf am Samstagabend eingeschrieben. Nicht nur Männer. Auch fünf Frauen haben sich für das «Priisbödelä» gemeldet. «Natürlich sind auch die Frauen auf dem Parkett, wenn der Mann <bödelet>», sagt Lüthi. Denn im ersten Drittel des Schottischs oder Ländlers wird getanzt. Jeder Teilnehmer «bödelet» zu beiden Musikstücken. Die Musik dazu lieferte am Samstagabend in der Dreieggli-Turnhalle Hemberg das Echo vom Heimetli aus dem Kanton Glarus.

Beobachtung durch Juroren

Wichtig für die Benotung sind auch eine aufrechte Haltung sowie der Bodenkontakt der gesamten Schuhsohle, «und nicht nur des Absatzes», sagt Lüthi. Die Teilnehmer werden von den fünf Juroren genau beobachtet. Die jeweils beste und schlechteste Note wird gestrichen. Zur Bewertung werden beide Vorträge zusammengezählt. Wie bereits in den vergangenen Jahren gewann das diesjährige «Toggenburger Priisbödelä» der Appenzeller Frowin Neff.

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