Genuss direkt vor der Haustüre

LICHTENSTEIG. Lichtensteig ist als Marktort ein Begriff, seit diesem Sommer kommen auch Freunde regionaler Spezialitäten auf ihre Kosten. Der Spezialitätenmarkt bietet Genuss aus der Region, verbunden mit kulturellen Erlebnissen.

Adi Lippuner
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Roland Kressibucher am Stand mmit den Neckertaler Spezialitäten. (Bild: Adi Lippuner)

Roland Kressibucher am Stand mmit den Neckertaler Spezialitäten. (Bild: Adi Lippuner)

Vor der Kalberhalle duftende Kräuter, Setzlinge und Blumen, in der Halle eine breite Auswahl regionaler Erzeugnisse: So präsentiert sich der seit dem 28. Juni existierende Markt. Jeweils am Samstagvormittag können sich Konsumenten, die Wert darauf legen, die Herkunft ihrer Lebensmittel zu kennen, vor Ort eindecken. Der Markt soll jeden Samstag – einzige Zwangspause während der Jazztage – und zwar das ganze Jahr durchgeführt werden. «Wir wollen unserer Kundschaft ein konstantes Angebot präsentieren, sagt Martin Fricker, Gemeinderat und Mitglied der Arbeitsgruppe «Zentraler Markt» in Lichtensteig. Mit Setzlingen und Blumen aus der Gärtnerei des Massnahmenzentrums Bitzi in Mosnang, Setzlingen und Gartenzubehör von Boesch's Beikraut, Ebnat-Kappel, Gemüse und Früchten aus Eigenproduktion von Hugo Boesch in Ebnat-Kappel, Käse- und Fleisch aus regionalen Käsereien und Metzgereien, Brot aus der Region und Spezialitäten aus Appenzell, einem breiten Angebot von Neckertaler Spezialitäten, Likören, Schnäpsen, Eingemachtem und Holzwerk aus Wattwil sowie Wein, Teigwaren, Saucen und Olivenöl aus Ebnat-Kappel wurde der Grundstein gelegt. Für Martin Fricker ist klar, dass der Markt ausbaufähig ist. «Wir konnten uns seit dem Start bereits einen Kundenstamm aufbauen, hoffen aber auf noch mehr Interesse», lautet seine erste Bilanz.

Vielversprechender Beginn

Für Roland Kressibucher, er präsentiert am Stand «Naturpark Neckertal» Hausgemachtes verschiedener Produzentinnen und Produzenten aus dem Neckertal, ist der Beginn vielversprechend. «Die ersten Reaktionen sind gut und lassen darauf hoffen, dass sich der Umsatz noch steigern lässt.» Doch nicht nur für den Gaumen, auch für Seelen- und Gemütsnahrung ist gesorgt. So zeigt Andreas Gamber alte Ansichten von Lichtensteig und Raritäten und Spezialitäten aus seiner Sammlung. Mit dabei auch ein gefalteter Brief aus der Zeit der Vorphilatelie aus dem 19. Jahrhundert. «Wer sich interessiert, wie es in Lichtensteig vor 100 oder noch mehr Jahren aussah, wird an dieser Ausstellung sicher Freude haben», ist der Fachmann für alte Karten und Briefmarken überzeugt.

Reliefs zu sehen

Im August wird dann Jakob Mettler, Lichtensteig, Einblick in die Karton-Reliefs, welche er in liebevoller Handarbeit gestaltet, geben. Und wer nach dem Einkaufen gerne verweilen möchte, kann dies im «Markt-Beizli» tun. Dort sind auch Gäste willkommen, die keine Kaufabsichten hegen, sondern einfach gemütlich mit anderen zusammen sitzen oder der Live-Musik zuhören möchten. Im Zuge des Beteiligungsprozesses, welcher von Oktober 2013 bis Juni durchgeführt wurde, habe sich gezeigt, dass sich die Einwohner eine weitere Aufwertung des historischen Kerns durch mehr Kundenfrequenz und Lebensqualität wünschen. «So entstand die Idee des Spezialitätenmarkts mit dem langfristigen Ziel, Lichtensteig als zentralen Marktort im Toggenburg zu etablieren. Es ist uns klar, dass dies ehrgeizige Ambitionen sind, mit dem ganzjährigen Frischwaren- und Spezialitätenmarkt wurde ein Anfang gemacht», sagt Martin Fricker. Bis auf weiteres bilde die Arbeitsgruppe auch die Trägerschaft und fungiere als Veranstalterin des Marktes.

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