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Schiesssportzentrum Teufen: Genug Unterschriften für die Initiative wurden gesammelt

Rund 200 Unterschriften sind zur Rettung des Schiesssportzentrums Teufen (SSZ) zusammengekommen. Am Freitag werden sie dem Gemeinderat überreicht. Das Initiativkomitee ist zufrieden mit dem Rücklauf.
Astrid Zysset
Bald ist klar, wie die Zukunft des Schiesssportzentrums Teufen aussehen wird. Bild: Astrid Zysset

Bald ist klar, wie die Zukunft des Schiesssportzentrums Teufen aussehen wird. Bild: Astrid Zysset

Ein bisschen stolz ist er. Sogar euphorisch. Armin Sanwald, Sprecher des Initiativkomitees, spricht davon, dass es «fantastisch» sei, dass so viele Unterschriften zusammengekommen sind. Insgesamt sind es rund 200. Nötig gewesen wären 150. Am Freitagabend werden die Unterschriftenbogen dem Gemeinderat überreicht.

Der Start war harzig. Ursprünglich war geplant gewesen, vergangenen November mit der Unterschriftensammlung zu beginnen. Doch lange war unklar, wer im Komitee vertreten sein wird. Sanwald, Mitglied des Pistolen-Sportschützen-Vereins (PSV) Teufen, hatte sich schliesslich bereit erklärt, den Lead zu übernehmen. Vor Weihnachten war das fünfköpfige Komitee komplett. Rund sechs Wochen sammelte es Unterschriften, um das Finanz-Debakel rund um das Schiesssportzentrum (SSZ) abzuwenden. Konkret fordert die Initiative, dass der Gemeinderat beauftragt wird, jährlich Unterstützungsbeiträge von bis zu 40000 Franken zu sprechen. Zudem soll auf die Verzinsung des 900000-Franken-Darlehens, das die Gemeinde der Genossenschaft des SSZ einst gewährte, verzichtet sowie die Amortisationspflicht von 20000 Franken pro Jahr bis 31. Dezember 2030 ausgesetzt werden. Alles in allem: Forderungen, welche die Genossenschaft vor dem Aus bewahren sollen.

Ball liegt bei der Gemeinde

«Mit so vielen Unterschriften hatten wir nicht gerechnet», so Sanwald. Überzeugungsarbeit sei nämlich vonnöten gewesen, um die Unterstützung von ausreichend Stimmbürgern für das Anliegen zu gewinnen. «Aber von nichts kommt nichts», sagt Sanwald achselzuckend. Gesammelt wurde im Bekannten- und Freundeskreis. «Sogar namhafte Politiker, bei welchen wir nicht damit gerechnet hätten, dass sie unsere Initiative gutheissen, haben unterschrieben.»

Nach der Übergabe der Unterschriften an die Gemeinde werde jene eine formelle wie auch materielle Prüfung vornehmen und das Zustandekommen der Initiative prüfen, so Gemeindeschreiber Philipp Riedener. Wann die Abstimmung durchgeführt wird, ist derzeit noch völlig offen. Die Gemeinde verspricht jedoch, dass der Termin zügig folgen werde. Sagt das Stimmvolk Ja zur Initiative, sei das SSZ für die nächsten Jahre gesichert. Die Auslastung könnte ausgebaut und neue Geldquellen erschlossen werden, so Sanwald. Das sei aktuell aufgrund der Planungsunsicherheit und der vielen Negativschlagzeilen der Vergangenheit nicht möglich. Sagt das Stimmvolk Nein, deponiere die Genossenschaft irgendwann die Bilanz. Detailliertere Zukunftsszenarien möchte Sanwald derzeit nicht skizzieren. Es brauche zuerst Klarheit, wie es weitergeht. «Der Ball liegt bei der Gemeinde. Was nun kommt, können wir nicht beeinflussen.»

Die finanziellen Schwierigkeiten des SSZ

Das Schiesssportzentrum Teufen (SSZ) wurde zwar erst 2012 eingeweiht, hat aber seitdem mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen.Die Ursprünge finden sich – abgesehen von einem fehlenden Businessplan – in einer Baukreditüberschreitung von 84 Prozent. Statt 1,85 kostete der Bau 3,15 Millionen Franken. Die Anlage wurde im Baurecht auf einem Grundstück der Gemeinde errichtet.Im Mai vergangenen Jahres hatte die SSZ-Generalversammlung beschlossen, wegen Liquiditätsproblemen und Nichtgewährleistung der Unternehmensführung die Bilanz zu deponieren. Darauf wurde dann jedoch verzichtet und die Genossenschaft will mittels einer Initiative die Rettung realisieren. Mit dieser Initiative würde die Gemeinde in die Pflicht genommen, das SSZ finanziell zu unterstützen. Die Gemeinde gilt als einzige Gläubigerin, die auf ihren Forderungen besteht. Derzeit bestehen von der Genossenschaft gegenüber der Gemeinde Verpflichtungen über rund 950000 Franken. Die Gemeinde hat ein Moratorium bis Ende Januar gewährt. (asz)

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