Generationenprojekt eingeweiht

Am Einweihungsfest für das Kirchgemeindehaus in Herisau lassen die Verantwortlichen die Geschichte des Neubaus Revue passieren. Nebst der denkmalgeschützten Lage gab es weitere Herausforderungen.

Jesko Calderara
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HERISAU. Mit einem Familiengottesdienst und einem Fest samt Rahmenprogramm ist gestern das neue Kirchgemeindehaus in Herisau eingeweiht worden. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Brassband Blaukreuzmusik und der Singkreis. In ihren Ausführungen ging Ursula Hofmänner, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft, auf die Bedeutung des Anlasses ein: «Wir feiern heute ein Etappenziel.» Durch das Zusammenwirken vieler verschiedener Menschen sei etwas Neues möglich geworden. «Die Vision, ein lebendiges Begegnungszentrum zu schaffen, half uns, immer wieder Wege zu finden.» Jetzt gehe es darum, das Haus mit Leben zu füllen, sagte Hofmänner.

Langer Schnauf notwendig

Anschliessend liess der Architekt Beat Müller die Vorgeschichte des Projekts Revue passieren. Als sich die Verantwortlichen der Kirchenvorsteherschaft erstmals Gedanken über einen Neubau gemacht hätten, sei der heute 24jährige Xherdan Shaqiri noch nicht einmal auf der Welt gewesen, sagte er in Anspielung auf den Schweizer Torschützen am Samstag im EM-Achtelfinalspiel gegen Polen. «Die Umsetzung des Vorhabens hat somit länger als eine Fussballergeneration gedauert und viel Schnauf erfordert.»

Viele Bedürfnisse berücksichtigt

Als besondere Herausforderung bezeichnete Beat Müller die Einbettung des Kirchgemeindehauses in die denkmalgeschützte Umgebung der äusseren Schmiedgasse. Bei einem solchen Vorhaben gebe es einige Ansprechpartner. Er nannte als Beispiel den Heimatschutz, die Denkmalpflege, ungefähr 20 Nachbarn und doppelt so viele interne Beteiligte der Kirchgemeinde. «Zu Beginn sind viele Bedürfnisse im Raum gestanden.» Müller zog ein positives Fazit. Ungefähr 90 Prozent aller Wünsche hätten erfüllt werden können.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, auf einem Rundgang mit dem Architekten die multifunktionalen Räumlichkeiten und den Hauptsaal zu besichtigen. Erläuterungen gab es auch zur Holzfassade. Die Arbeiten waren Ende Februar abgeschlossen worden.