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Gemischte Reaktionen zur Innerrhoder Idee "Versorgungsregion Säntis"

Schon mehrmals gab es Anläufe zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Kantonen im Gesundheitswesen. Die neueste Idee aus Appenzell Innerrhoden findet unterschiedlichen Anklang.
Martin Schneider
Die SP AI will das Gesundheitswesen neu aufstellen. Die Reaktionen darauf fallen unterschiedlich aus. (Bild: Martina Basista)

Die SP AI will das Gesundheitswesen neu aufstellen. Die Reaktionen darauf fallen unterschiedlich aus. (Bild: Martina Basista)

Die Innerrhoder SP wünscht eine «Versorgungsregion Säntis». Eine grosse Hürde auf diesem Weg ist der Kooperationswille der anvisierten Partnerkantone Appenzell Ausserhoden und St. Gallen. Auf ein erstes Nachfragen bei den kantonalen Gesundheitsdepartementen zeigen sich diese gegenüber der aus Innerrhoden kommenden Idee unterschiedlich offen. Die Initiative für eine «Versorgungsregion Säntis» hat die SP AI diese Woche auf der Ratskanzlei von Appenzell eingereicht.

Das Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen könnte einer solchen Kooperation durchaus einige positive Punkte abgewinnen. Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden geben sich bedeckter und wollen zunächst den weiteren politischen Prozess abwarten. Vom Gesundheitsdepartement in St. Gallen wird als sinnvoll beurteilt, die stationäre Versorgung dort kantonsübergreifend zu planen, wo grosse überkantonale Versorgungsräume bestünden. «Hinsichtlich der Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St. Gallen ist dies zweifellos der Fall», sagt Heidi Hanselmann, Vorsteherin des Gesundheitsdepartementes des Kantons St. Gallen. Eine grosse Herausforderung zu einer solchen Versorgungsregion sieht sie allerdings im politischen Prozess. Weil die Spitalleistungen mehrheitlich durch die öffentliche Hand finanziert werden, sei eine überkantonale Planung auch zwingend mit einer Gesetzesänderung und der Einrichtung neuer Gremien verbunden.

«Persönlich hege ich für die Idee einer solchen Versorgungsregion Sympathie» so Heidi Hanselmann. Sie führt weiter aus, dass zwischen den Kantonen St. Gallen und Zürich bereits einmal ein ähnliches Modell angedacht war, letztlich aber gescheitert ist. Die Regierung selbst habe sich mit dem Thema «Versorgungsregion Säntis» noch nicht auseinandergesetzt und der Entscheid, einer solchen Versorgungsregion beizutreten, obliege letztlich dem Kantonsrat und dem St. Galler Stimmvolk.

Zusammenarbeit zwischen Kantonen bereits Realität

Auch zwischen den beiden Appenzell wurde bereits einmal eine engere Zusammenarbeit geprüft. Der Plan zu einem gemeinsamen Spitalverbund Appenzellerland wurde aber letztlich 2014 verworfen. Konkrete Äusserungen von offizieller Seite zur SP-Initiative werden in Appenzell Ausserrhoden nicht gemacht. «Bevor wir zu einer solchen Kooperation Ja oder Nein sagen können, müssen wir wissen, von was genau bei einer möglichen Kooperation gesprochen wird», sagt Georg Amstutz, Leiter Kommunikation Appenzell Ausserrhoden. Amstutz merkt an, dass die Kantone bereits heute im Krankenversicherungsgesetz (KVG) zur Zusammenarbeit aufgefordert werden und diese der Aufforderung in einzelnen Gebieten auch nachkommen würden. Auch das Gesundheitsdepartement des Kantons Appenzell Innerhoden verweist darauf, dass die Kantone bereits daran seien, die Planung der stationären Gesundheitsversorgung besser aufeinander abzustimmen. Frau Statthalter Antonia Fässler sagt, dass die Initiative der SP nun vorliege und das Gesundheitsdepartement zu prüfen habe, ob eine Weiterverfolgung aus ihrer Sicht Sinn mache. «Eine reine Regionalisierung ist aus unserer Sicht kein Garant für Kosteneinsparungen in der Gesundheitsversorgung», gibt Fässler bezüglich der Initiative aber zu bedenken.

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