Gemeinsame Zukunft angestrebt

Am Donnerstagabend haben für einmal die Schulgemeinde und der Bezirk Oberegg gemeinsam zur Orientierung eingeladen. Sie informierten über ein neues Schulmodell und empfahlen den Voranschlag 2016 zur Genehmigung.

Karin Steffen
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Schulleiter Matthias Schriebl orientiert über das neue Oberstufenmodell. (Bild: Karin Steffen)

Schulleiter Matthias Schriebl orientiert über das neue Oberstufenmodell. (Bild: Karin Steffen)

OBEREGG. Im Hinblick auf die angestrebte Fusion von Schulgemeinde und Bezirk mache die Orientierung am selben Abend durchaus Sinn, erklärt der neue Schulratspräsident Robert Bischofberger. «Zumal Sie dann nur einen Abend fort müssen oder dürfen», fügt er mit einem Schmunzeln an. Der Einladung folgen auch etliche Eltern aus Reute. Der Vereinssaal ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

Neues Schulmodell

Die Schülerzahlen der Oberstufe sollen sich bei ungefähr 60 Schülern einpendeln, erklärt Schulleiter Matthias Schriebl. Und wie er betont, sind in alle Berechnungen und weiterführenden Gedanken die Schüler aus Reute mit einbezogen. Der Schülerrückgang zwingt die Oberstufe, nach einem neuen Schulmodell zu suchen. Wie dieses aussehen werde, wisse der Schulrat noch nicht. Man wolle aber nicht irgendein bestehendes Modell übernehmen, sondern selber herausfinden, was für Oberegg passe, sagt Schriebl. Wichtig sei, dass die Qualität beibehalten werde, schwankende Schülerzahlen aufgefangen werden und die Quoten in etwa gleich bleiben, fasst der Schulleiter zusammen. Eine erste Information dazu findet an den Besuchstagen im März 2016 statt, eingeführt werden soll das neue Modell bis Juli 2017.

Fusion Bezirk-Schule

Mit Josef Schmid erhielt die Projektgruppe Fusion Bezirk- Schule einen Vorsitzenden, der sich mit den Gegebenheiten des Kantons auskenne, freut sich Robert Bischofberger. Der diplomierte Agronom und Betriebsökonom Schmid sei Unternehmensberater, Mitglied des Grossen Rates und war bis vor kurzem Schulleiter des Berufs- und Weiterbildungszentrums in Buchs. Der Projektgruppe gehören auf Bezirksseite Hannes Bruderer, Matthias Rhiner und Sonja Spirig an, auf der Seite der Schulgemeinde Robert Bischofberger, Markus Ulmann und Sybille Blatter. Ziel sei, eine vollständige Integration der Schulgemeinde in den Bezirk. Ob sich das realisieren lasse, werde sich zeigen, erklärt Bischofberger. Eine weitere Information ist ebenfalls für März 2016 geplant.

Geringes Defizit

Bei gleichbleibendem Steuersatz von 34 Prozent weist der Voranschlag 2016 ein geringes Defizit von gut 70 000 Franken bei Gesamtaufwendungen von rund 2,8 Millionen Franken aus. Die angespannte finanzielle Situation lasse wenig Spielraum für grössere Projekte ohne direkten wirtschaftlichen Charakter oder zusätzliche Abschreibungen, führt Bruderer in den Voranschlag ein. Er ist jedoch der Ansicht, dass sich die Situation in Folge der erhöhten Bautätigkeit erholen werde. Erstes Anzeichen dafür sei die Steuerhochrechnung 2015, welche erstmals leicht über dem Vorjahr liege.

Wohnen im Dorf

Wie Bruderer informiert, seien sechs von elf Mietwohnungen fest vermietet und einige Anfragen noch in Abklärung. Für Irritierung aus dem Plenum sorgt der Einzug der Brockenstube in die unterste, strassenseitige Wohnung. Bruderer erklärt, dass der Verein Brockenstube 232 000 Franken als Darlehen zu Gunsten von Alterswohnungen in den Bau investiert habe. Mit dem Einzug der Brockenstube reduziere sich dieser Betrag jährlich um den Mietzins. Der Vertrag bestehe für 20 Jahre. Falls sich der Verein auflöse, falle das ganze Kapital an den Bezirk, führt Bruderer weiter aus.

Massnahmen vorgesehen

Im Anschluss an die Versammlung der Schulgemeinde und des Bezirks orientierte Fredy Mark, Leiter Amt für Umwelt, über die Massnahmen, welche den Hochwasserschutz in Oberegg verbessern sollen. Dem Unwetter im Sommer 2014 seien 21 Regentage vorausgegangen. Die Kapazität der Kanalisation war somit erreicht, und es führte zu Überschwemmungen im Bereich Rutlen und Feldli. Nebst oberflächlichen Massnahmen wie der Bau von Rampen um Liegenschaften oder Anpassungen des Strassengefälles werden neue Kanäle gebohrt und eine Retentionsfläche ausgeschieden. Zusätzlich erhalte der Schitterbach in Oberegg verbesserte Einlaufbedingungen und einen optimierten Abfluss.

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