Gemeinsame Weiterbildung

Das Ziel eines Austauschs und die Erweiterung des branchengefragten Know-hows führte die Touristiker von Appenzell Ausserrhoden und vom Toggenburg auf den Kerenzerberg. Die Teilnehmer simulierten spielerisch eine Feriendestination.

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Toggenburg. Verschiedene Destinationen haben oft mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen. Insbesondere dann, wenn es sich um Nachbarsregionen handelt. Dass die Nachbarsdestination dabei nicht als Konkurrent, sondern als Partner zu betrachten ist, zeigten die beiden Destinationen Toggenburg und Appenzellerland. Die bereits zuvor gepflegte freundschaftliche Partnerschaft gipfelte in einer gemeinsamen zweitägigen Weiterbildung im Kerenzerberg.

Die beiden Tourismusorganisationen sind überzeugt, dass eine gemeinsame Weiterbildung vernetzend wirkt und daraus Synergien entstehen.

Zwei Fliegen auf einen Schlag

Auf Direktionsebene ist der Austausch praktisch immer gewährleistet, doch sollte diese Partnerschaft auch auf der Ebene der Mitarbeitenden gelebt werden. Mit dieser gemeinsamen Weiterbildung gelangen den beiden Destinationen gleich zwei Fliegen auf einen Schlag.

Zum einen wurde der diagonale, horizontale und vertikale Austausch zwischen und innerhalb den Destinationen gefördert, zum andern brachte die Weiterbildung fachliche Erkenntnisse für beide Tourismusorganisationen. Das neue Know-how erlangten die Mitarbeitenden durch ein Destinations-Management Planspiel.

Zusammenhänge aufzeigen

Das Institut für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern entwickelte ein Destinations-Management Planspiel, das die Zusammenhänge einer ganzen Feriendestination spielerisch aufzeigt.

Die Teilnehmer mussten in nichtalltägliche Rollen schlüpfen, indem sie ein Hotel oder eine Bergbahn zu führen hatten. Dabei galt es, Entscheidungen über Preisanpassungen, Investitionen, Personalbestand oder Marketingausgaben zu treffen. Durch einen Unfall in der simulierten Destination konnten zusätzlich die zentralen Punkte eines Krisenmanagements besprochen werden.

Die Weiterbildung fand bei den Mitarbeitenden beider Unternehmen sehr positiven Anklang und wurde als äusserst lehrreich eingestuft. Nun gilt es, das Gelernte in der täglichen Arbeit umzusetzen. (pd)

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