Gemeinsam Grosses erreichen

EISHOCKEY. Der EHC Uzwil macht neu auch im Nachwuchsverbund des SC Herisau, EC Wil und SC Rheintal mit. Am Samstag erklärten die Verantwortlichen ihre Vision. Im Hinterkopf schwebt ihnen ein grosses Ziel vor.

Patrik Kobler
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Den Niedergang stoppen (v. l.): Thomas von Euw (Nachwuchstrainer), Markus Bachschmied (Präsident Herisau), Markus Mahler (Vorstand Uzwil), Steve Berger (Wil), Daniel Zeber (Nachwuchschef Uzwil), Andy Frischknecht (Nachwuchschef Herisau), Jürg Müller (Nachwuchschef Wil). (Bild: pk)

Den Niedergang stoppen (v. l.): Thomas von Euw (Nachwuchstrainer), Markus Bachschmied (Präsident Herisau), Markus Mahler (Vorstand Uzwil), Steve Berger (Wil), Daniel Zeber (Nachwuchschef Uzwil), Andy Frischknecht (Nachwuchschef Herisau), Jürg Müller (Nachwuchschef Wil). (Bild: pk)

Die Eishockeyclubs SC Herisau, EC Wil und SC Rheintal pflegen im Nachwuchs schon seit einiger Zeit eine Zusammenarbeit. Die Anstrengungen tragen erste Früchte. Letzte Saison gelang mit dem Aufstieg in die Elite B die Rückkehr in die zweithöchste Juniorenliga der Schweiz. Neu kommt auch der EHC Uzwil zum Verbund dazu. Die Zeit der Rivalität sei vorbei, beteuerten die Verantwortlichen am Samstagabend an einer Pressekonferenz im Sportzentrum Herisau.

Niedergang stoppen

Mit vereinten Kräften will man den sportlichen Niedergang des Ostschweizer Eishockeys stoppen und der Abwanderung von talentierten Spielern zu den Grossvereinen entgegenwirken.

Wie prekär die Situation ist, zeigt das Beispiel Uzwil. Verfügten die St. Galler einst über eine der besten Talentschmieden im Land, zählt die Nachwuchsabteilung heute nur mehr knapp 60 Spieler. «25 Junioren hörten alleine vor dieser Saison auf. Bei den Minis und Novizen können wir kein eigenes Team mehr stellen», sagt Nachwuchsleiter Daniel Zeber. Aber auch die anderen Vereine haben Nachwuchssorgen. «Wir dümpeln alle im Niemandsland», sagt SC-Herisau-Präsident Markus Bachschmied. Die Appenzeller zählen zurzeit 130 Nachwuchsspieler.

Der EHC Uzwil wird nun während einer Testphase von einem Jahr die zur Verfügung gestellten Spieler der Partnervereine bei ihren Junioren Top einsetzen. Sollte die Testphase erfolgreich verlaufen, wird Uzwil auf die Saison 2016/17 als gleichberechtigtes Mitglied in den Verbund eintreten.

NLB-Team als Vision

Die Erwartungen bei den vier Vereinen sind hoch. «Wir wollen etwas bewegen», sagt Markus Bachschmied. Den Verantwortlichen schwebt ein gemeinsames NLB-Team im Hinterkopf vor. Vorerst gilt es allerdings, den Ligaerhalt in der Elite B zu schaffen und auf allen Stufen mindestens das Niveau Top zu erreichen. Thomas von Euw, vollamtlicher Trainer im SCH-Nachwuchs, stellt ausserdem klar: «Der Verbund alleine löst die Probleme nicht. Jeder Verein muss seine Hausaufgaben machen und weiter Nachwuchsspieler rekrutieren.»

Versuche zur Zusammenarbeit gab es schon häufiger. Dieses Mal soll es klappen. «Damit wir Erfolg haben können, müssen wir offen und ehrlich miteinander umgehen», sagt Jörg Müller, Nachwuchschef des EC Wil. Er betont, dass alle Partner gleichwertig seien; kein Verein werde die Federführung haben. Vielmehr sollen die anstehenden Herausforderungen mit einer gemeinsamen Sportkommission angegangen werden.

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