Gemeinsam erfolgreich

Die Raiffeisenbank konnte im vergangenen Jahr die Bilanzsumme um 1,3 Prozent erhöhen. Das tiefe Zinsniveau ist eine grosse Herausforderung für die Bank.

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Fabian Bischof wurde vom Verwaltungsrat befördert. (Bild: PD)

Fabian Bischof wurde vom Verwaltungsrat befördert. (Bild: PD)

Stagnierende, teils rückläufige Einwohnerzahlen in den Kern­gemeinden der Raiffeisenbank Neckertal und weitere regulatorische Vorschriften prägten das Umfeld im vergangenen Geschäftsjahr. Trotzdem kann die kleinste der im Toggenburg und Appenzell Hinterland tätigen Raiffeisenbanken für 2016 solide Zahlen präsentieren, wie die Raiffeisenbank Neckertal in einem Communiqué schreibt.

Das hohe Vertrauen der Kunden in die Raiffeisenbank Neckertal zeigte sich am unverminderten Neugelderzufluss. So stiegen die Kundengelder von 245,7 Mio. Franken auf 248,8 Mio. Franken. Mit den anvertrauten Geldern konnte die Raiffeisenbank Neckertal das lokale Gewerbe sowie Wohneigentümern die Finanzierung ermöglichen und so den regionalen Wirtschaftskreislauf stützen.

Stagnation bei den Kundenausleihungen

Das Tiefzinsumfeld hat zur Folge, dass Hypothekarschuldner ihre Darlehen vermehrt zurück-zahlen. Um der geringen Bau­tätigkeit im Geschäftskreis der Bank Impulse zu verleihen, führte die Bank auf 1. Januar 2017 den «Baukredit-?-Prozent» ein. Sie spricht mit diesem Vorzugszinssatz insbesondere Hauseigentümer an, die ihre Liegenschaft sanieren wollen. Die Raiffeisenbank Neckertal bietet dazu eine energetische Bewertung der Liegenschaft an und zeigt verschiedene Sanierungsszenarien auf und wie diese finanziert werden können. Die energetische Einstufung erfolgt dabei in Anlehnung an den Gebäudeenergieausweis der Kantone (Geak).

Die Ausfallrisiken lagen mit 0,2 Prozent der Ausleihungen weiterhin auf sehr tiefem Niveau. Effektive Verluste aus dem ­Kreditgeschäft bestanden im ­Geschäftsjahr 2016 wiederum keine. Die aufwendige Kredit­prüfung und die vorsichtige Risikopolitik tragen zu diesem guten Ergebnis bei. Für die Raiffeisenbank Neckertal ist das tiefe Zinsniveau eine grosse Herausforderung, da der weiterhin sinkende Ertrag aus dem Zinsen­geschäft nicht mit zusätzlichem Wachstum wettgemacht werden kann. Der Bruttogewinn fiel im 2016 um 213117 Franken tiefer aus als im Vorjahr. Dank guten Kostenmanagements weist die Bank jedoch weiterhin ein sehr solides Jahresergebnis von 497390 Franken aus. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Verzinsung der Anteilsscheine von unverändert 6,0 Prozent.

Generalversammlung am 7. April

Der Verwaltungsrat hat Fabian Bischof per 1. Januar 2017 die Handlungsvollmacht erteilt. Der dipl. Bankwirtschafter HF ist für die Vorsorge- und Finanzberatung in Wald-Schönengrund verantwortlich. Fabian Bischof ist seit 2011 für die Raiffeisenbank Neckertal tätig.

Die 3208 Mitglieder der Raiffeisenbank Neckertal werden im Frühling zur jährlichen Generalversammlung eingeladen. Mit dem Prinzip «ein Mitglied = eine Stimme» können Raiffeisen-Mitglieder an der langfristigen Entwicklung ihrer Bank mitwirken. Der diesjährige Anlass findet am Freitag, 7. April, um 19 Uhr in St. Peterzell statt. (pd)