Gemeinsam Druck auf die SBB ausüben

REGION. Im St. Galler Kantonsrat wurde am Dienstag eine Interpellation behandelt, die nach den Massnahmen zur Leistungssteigerung im Bahnkorridor Wil–St. Gallen fragte. Die Antwort der Regierung stiess bei den Interpellanten nicht nur auf Freude.

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REGION. Im St. Galler Kantonsrat wurde am Dienstag eine Interpellation behandelt, die nach den Massnahmen zur Leistungssteigerung im Bahnkorridor Wil–St. Gallen fragte. Die Antwort der Regierung stiess bei den Interpellanten nicht nur auf Freude. Denn die erhofften Verbesserungen sind erst in der Vorprojektphase. Für die Einführung der S-Bahn St. Gallen mit zwei bis drei Regionalverkehrsprodukten im Abschnitt Wil–St. Gallen wurden gemäss Antwort der Regierung zur Bereinigung von akuten Trassierungskonflikten auf Ende 2013 erste Massnahmen umgesetzt. Einerseits seien die Zugfolgezeiten zwischen der S1 und dem Intercity durch den Umbau von Signalanlagen in Uzwil auf 3,2 Minuten und in Gossau auf 2,6 Minuten verkürzt worden. Anderseits hätten Zugfolgekonflikte kurzfristig nur durch die Aufhebung von S-Bahn-Halten in Schwarzenbach, Algetshausen-Henau und Bruggen beseitigt werden können. Die im Jahr 2009 beschlossene Verdoppelung des Fernverkehrsangebots Zürich–St. Gallen würden die SBB Ende dieses Jahres mit einem dritten stündlichen und Ende 2018 mit einem vierten stündlichen Zug umsetzen. Die notwendigen Finanzen seien gesprochen. Es liege an den SBB, dass die Beschleunigungsmassnahmen und Leistungssteigerungen zeitgerecht umgesetzt würden. Die Interpellanten erwarten, dass sich die Regierung für diese und weitere Verbesserungen und deren rasche Umsetzung einsetzt.

Immer wieder schimmere in der Stellungnahme der Regierung durch, dass sich das Interesse der SBB auf andere Strecken konzentriere und sie sich nur unter Druck bewege. Diese Aussage gelte auch für andere Problemstrecken im Raum Ostschweiz.

Notwendig ist ein gemeinsames Auftreten des Wirtschafts- und Lebensraumes Ostschweiz. Nur so können wir unsere Interessen für eine positive Zusammenarbeit mit den SBB und damit die Weiterentwicklung des ÖV-Angebotes einbringen. Für den bedeutenden Wirtschaftsraum zwischen Wil und Gossau sei die Anbindung an die Zentren Winterthur/Zürich sowie St. Gallen von grösster Bedeutung. (red.)