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Gemeinderatswahlen Herisau: Marlise Nef will für die FDP den dritten Sitz

Für den Gemeinderat kandidieren nebst Bisherigen auch vier Neue. Die Appenzeller Zeitung stellt die Kandidaten vor. Im Interview spricht Marlise Nef über ihre Motivation, wo sie Handlungsbedarf sieht und wie sie zu Männerkandidaturen steht.
Gemeinderatskandidatin Marlise Nef präsidierte dereinst den Gewerbeverein Herisau.

Gemeinderatskandidatin Marlise Nef präsidierte dereinst den Gewerbeverein Herisau.

Was zeichnet Ihre Person aus?

Marlise Nef: Zu meinen Stärken zählt sicher Zielstrebigkeit und Vielseitigkeit. Ich würde mich als mutigen Menschen bezeichnen, der sich gut in andere hineinversetzen kann. Als jemanden, der anpackt und nicht einfach nur redet. Dabei scheue ich auch keine Konflikte. In der Politik funktioniert es nicht, wenn man immer nett und lieb ist. Ich bin auch manchmal ungeduldig und verstehe nicht, dass Projekte nicht abgeschlossen werden.

Im Gemeinderat müssen Sie doch aber im Gremium arbeiten und Geduld aufbringen.

Selbstverständlich kann ich das auch. Zu meiner täglichen Arbeit im Betrieb gehört, die Anliegen anderer anzuhören und Lösungen zu suchen. Dadurch schaue ich manchmal zu sehr auf die Bedürfnisse anderer.

Inwieweit wird Ihnen Ihre berufliche Tätigkeit weiterhelfen?

Obwohl ich oft Führungspositionen ausfülle, würde ich mich nicht als typischen Chef bezeichnen. Bei mir ist es immer ein Miteinander. Es liegt mir, auf andere zuzugehen und gemeinsam eine Lösung zu entwickeln und ein Ziel zu verfolgen. Während meiner Tätigkeit im Einwohnerrat habe ich gelernt, wie die einzelnen Sachen zusammenspielen und dass nicht immer alles so einfach ist, wie es von aussen zu sein scheint.

Einen Interessenkonflikt sehen Sie diesbezüglich nicht?

Nein, im Geschäft kann ich mich zurückziehen und die Verantwortung meinen Kindern übergeben.

Warum wollen Sie eigentlich in den Gemeinderat?

Ich suche die Herausforderung. Auch die Einzelkandidatur von Roger Mantel wollte ich nicht einfach so stehen lassen. Es darf und kann nicht sein, dass das Volk keine Auswahl hat, der einzige FDP-Kandidat männlich ist und einfach durchgewunken wird. Wir streben einen Sitzgewinn an, dabei kann es sein, dass einer der jetzigen Gemeinderäte den Hut ziehen müsste. Dass wir das Gemeindepräsidium vor vier Jahren an die SVP verloren haben, schmerzt nach wie vor.

Braucht es denn mehr Frauen in der Politik?

Was kürzlich bei den Regierungsratswahlen passiert ist, ist ein Unding: keine Auswahl und keine Frauen. Auch das hat mich zur Kandidatur bewogen. Es braucht Vertreterinnen in den Räten, sie bringen eine andere Sichtweise ein. Ich bin es gewohnt, mich in einer Männerdomäne durchzusetzen. Ich möchte hier als Vorbild vorangehen, auch für meine Töchter. Was es allerdings nicht braucht, sind Quotenfrauen.

Was sagen Sie zu den anderen Kandidaten?

Dass der Gewerbeverein mit einer eigenen Liste kommt, ist legitim und mutig. Allerdings sitzen bereits jetzt Gewerbler in den einzelnen Räten wie beispielsweise im Einwohnerrat, dies einfach für eine Partei. Schwierig sehe ich die jetzigen Ambitionen der Parteilosen. Für mich geht die Konstellation parteilos und Gemeinderat nicht, zumal auch der Rückhalt einer Fraktion fehlt. Ich freue mich auf den Wahlkampf.

Wo sehen Sie in Herisau Handlungsbedarf?

Herisau hat eine hohe Lebensqualität. Natürlich gibt es die eine oder andere Baustelle, aber schwerwiegende Probleme haben wir nicht. Deshalb möchte ich keine Ziele nennen. Die Aufgaben, welche als Gemeinderätin anstehen werden, werde ich mit meinen Erfahrungen angehen und umsetzen.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Gut, ansonsten würde ich nicht zur Wahl antreten. Ich bin seit langem in Herisau verwurzelt und möchte hier mein Lebensumfeld mitgestalten.

Wäre das Amt der Gemeindepräsidentin dereinst etwas für Sie?

Wer weiss, wie die Lage in vier Jahren aussehen wird.

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