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Gemeinderatswahlen Herisau: Kandidat Roger Mantel hinterfragt die Legitimation des Gewerbevereins und der PU für politische Ämter

Für den Gemeinderat kandidieren nebst Bisherigen auch vier Neue. Die Appenzeller Zeitung stellt die Kandidaten vor. Im Interview spricht Roger Mantel über seine Motivation, den Unmut der Bürger und seine Meinung zu den Parteiunabhängigen.
Gemeinderatskandidat Roger Mantel ist Präsident der FDP Herisau. (Bild: Bilder: Erich Brassel)

Gemeinderatskandidat Roger Mantel ist Präsident der FDP Herisau. (Bild: Bilder: Erich Brassel)

Seit wann liebäugeln Sie mit dem Amt des Gemeinderates?

Roger Mantel: Seit etwas mehr als vier Jahren. Bei einer Kandidatur braucht man den Support der Partei, und die FDP ist sehr darauf bedacht, ihre Leute nicht zu verheizen. Tritt man einmal an und schafft die Wahl nicht, besteht speziell in Herisau die Gefahr, dass man keine Chance mehr auf solche Ämter hat. Nun fühle ich mich bereit und bringe die Voraussetzungen mit.

Die da wären?

Durch meinen Beruf bringe ich im Bereich Bau grosses Vorwissen mit. Die Gemeinderäte machen hervorragende Arbeit, müssen sich aber oft auf Fachpersonen verlassen. Ich kenne die Gemeinde durch die Tätigkeit als Einwohnerrat und Präsident der GPK recht gut. Als liberaler Bürger handle ich immer zum Wohle Herisaus und seiner Bewohner. Als Gestalter bin ich Visionär und zukunftsgerichtet.

Wären Sie mit dem Ressort Hochbau am glücklichsten?

Natürlich wäre dies das Naheliegendste. Max Eugster macht seine Arbeit gut, daher ist dies nicht meine Absicht. Eigentlich freue ich mich bei einer allfälligen Wahl ebenso auf das Ressort Schule von Annette Joos. Der Gemeinderat ist eine Einheit, das Ressort ist mir weniger wichtig. Ein Gemeinderat muss willens und fähig sein, jedes Ressort zu übernehmen. Schlussendlich sind wir Exekutivpolitiker und auf Fachpersonen angewiesen.

Was wären Sie für ein Gemeinderat?

Einer, der vorwärts macht. Ich will, dass Herisau vorankommt. Im Einwohnerrat war ich oft treibende Kraft und hatte gleichzeitig die Vermittlerrolle inne. Ich versuche, andere Meinungen zu verstehen und gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Ich will, dass Geschäfte abgeschlossen und nicht ewig weitergezogen werden. Ich wäre ein Gemeinderat mit grosser Führungsqualität.

Einigen Bürgern passiert zu wenig, wie sie im Netz immer wieder beklagen.

Ich spüre den Unmut, aber kann das nicht ganz nachvollziehen. Die Gemeinde kann weder bestimmen, wann die Migros gebaut wird, noch wann es beim Bahnhof weitergeht. Solche Kommentare entstehen aus Unwissenheit heraus. Das ist für Politiker teils anstrengend und zermürbend.

Sie werden den Einwohnerrat verlassen. Haben Sie keine Angst, bei einer Nichtwahl ganz von der politischen Bühne zu verschwinden?

Die Gefahr besteht, aber alles andere wäre inkonsequent. Strategisch gesehen ist das sicherlich unklug, aber ich will nicht den Eindruck erwecken, einfach etwas Politisches zu machen, nur um mich einbringen zu können. Auch finde ich es schwierig, wenn jemand für mich in den Einwohnerrat nachrutschen würde. Das Volk soll jenen Vertreter bekommen, den es gewählt hat.

Ihre Parteikollegin hinterfragt die Legitimation der Parteilosen beziehungsweise des Gewerbevereins ...

Mit dem Gewerbeverein habe ich auch etwas Mühe. Er hat keinen politischen Hintergrund und etwas romantische Vorstellungen. Das Gewerbe sollte sich nicht in die Politik und die Politik nicht in das Gewerbe einmischen. Die Gemeinde kann die Rahmenbedingungen fürs Gewerbe bilden, mehr auch nicht. Im Gemeinde- oder Einwohnerrat werden Geschäfte behandelt, die mit dem Gewerbe eigentlich nichts zu tun haben. Mehr noch stört mich aber, dass Parteiunabhängige in den Einwohnerrat wollen und das mit einer Liste mit dem Gewerbeverein. Nicht nur, dass sie dort keine Fraktion haben, auch sind sie unberechenbar. Dem Souverän wird etwas vorgemacht, weil man nicht weiss, für was sie stehen. Dabei möchte ich erinnern, dass gerade die PU im Kantonsrat für eine Steuererhöhung stimmten. Nicht sehr gewerbefreundlich.

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