Gemeinderat packt Planung an

Bis Ende 2016 will der Gemeinderat Herisau ein Gesamtkonzept ausarbeiten, das Massnahmen fürs Zentrum aufzeigt. Eine erste Auslegeordnung hat er in seiner Antwort auf ein Postulat vorgenommen.

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Der Gemeinderat hat ein Parkplatzkonzept in Auftrag gegeben. (Bild: ruf)

Der Gemeinderat hat ein Parkplatzkonzept in Auftrag gegeben. (Bild: ruf)

HERISAU. Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 11. August gemäss einer Medienmitteilung in zweiter Lesung seine Antwort auf das Postulat «Leben im Dorfzentrum» von Einwohnerrat Peter Künzle (EVP) verabschiedet. Der Bericht an den Einwohnerrat enthält nicht nur Antworten auf die Postulatsfragen, sondern stellt eine Auslegeordnung zum Stand der Dinge bezüglich Aufwertung des Dorfzentrums dar. Insbesondere wurde die Tätigkeit der Stiftung Dorfbild mit den daraus resultierenden Projektideen einbezogen.

Politik der kleinen Schritte

Von den Forderungen des Postulats hat der Gemeinderat Kenntnis genommen. Er ist bereit, sowohl die Einführung von Tempo 30 im Zentrum als auch die Befreiung des Obstmarktes von Parkplätzen zu prüfen. Die Basis für letzteres soll ein Parkplatzkonzept liefern, für das der Gemeinderat am 11. August 80 000 Franken bewilligt hat. Auch ein «grosser Wurf» ist für den Gemeinderat im Zentrum denkbar, allerdings nur, wenn ein überzeugendes Gesamtprojekt vorliegt, das auf breite Akzeptanz stösst und finanziell tragbar ist. Realistischer scheint für den Gemeinderat eine Politik der kleinen Schritte, die auch versuchsweise Lösungen vorsieht, um deren Vor- und Nachteile zu testen.

Wegen der Komplexität der Gegebenheiten im Herisauer Zentrum wird es Zeit brauchen, um konkrete Vorschläge zu erarbeiten, der Bevölkerung vorzustellen und dann allenfalls umzusetzen.

Retraite geplant

Als nächstes wird der Gemeinderat die Grundlagen aufarbeiten und Anfang 2016 eine Retraite durchführen, um die Marschrichtung zu bestimmen. Eine der Grundsatzfragen lautet: Will Herisau ein andere Gestaltung des zentralen Obstmarktes oder nicht? Ziel ist es, im Laufe des Jahres 2016 ein Gesamtkonzept auszuarbeiten, das konkrete Massnahmen fürs Zentrum aufzeigt und der Bevölkerung zur Diskussion vorgestellt werden kann. (gk)

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