Neues Vorprojekt für Dorfzentrum Wald: Gemeinderat von lotet die Stimmung aus

Nach langem Hin und Her wurde der Bevölkerung eine neue Idee für eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Altbaus vorgestellt. Mittels eines Frageblattes möchte der Gemeinderat die Meinung der Einwohner kennen lernen.

Mea Mc Ghee
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Ein Vorprojekt zur Gestaltung des Dorfzentrums von Wald sieht vor, das «Spar»-Gebäude zu sanieren, um Räumlichkeiten für die Gemeindekanzlei zu schaffen. Der Dorfladen soll in einen neuen Anbau umziehen. (Bild: APZ)

Ein Vorprojekt zur Gestaltung des Dorfzentrums von Wald sieht vor, das «Spar»-Gebäude zu sanieren, um Räumlichkeiten für die Gemeindekanzlei zu schaffen. Der Dorfladen soll in einen neuen Anbau umziehen. (Bild: APZ)

«Würden Sie einen Gesamtneubau bevorzugen, wenn dieser nur unwesentlich teurer wäre als die Teilrenovation gemäss der vorgestellten Variante?» Dieser Kernpunkt steht an der Spitze eines Fragebogens, mit dem der Gemeinderat Wald die Meinung der Bevölkerung zur Zukunft des Dorfzentrums eruieren möchte.

Schule, Laden, Gemeindekanzlei und Wohnhäuser bilden die Kernzone des Dorfes, die seit Jahren ihrer Neugestaltung harrt. Ein erstes Projekt «Gens» mit einem Neubau war nach langem Hin und Her durch den Regierungsrat als «nicht bewilligungsfähig» eingestuft worden. Man stand wieder bei Punkt Null. Am 9. November wurde nun an einer öffentlichen Versammlung der Bevölkerung ein neues «Gedankenmodell» präsentiert. Der Heidler Architekt Ueli Sonderegger hat das Vorprojekt erarbeitet und präsentiert. Dieses will den Altbau, der aktuell den «Spar» beheimatet, sanieren, damit die Gemeindekanzlei einziehen kann. Im Obergeschoss sind zwei Wohnungen vorgesehen. «Sollen die Wohnungen als Eigentumswohnungen verkauft werden?», lautet hier die Frage.

Privater Investor für die Tiefgarage?

Ein neuer Anbau soll Raum für den Dorfladen bieten. Hier will der Gemeinderat wissen, ob sich die Bevölkerung als Trägerschaft für den Laden eine Genossenschaft vorstellen kann und wie viele Anteilscheine à 500 Franken sie zu zeichnen bereit wäre. Auch zur geplanten Tiefgarage wollen einige Punkte geklärt sein: Gefragt wird, ob ein privater Investor denkbar wäre und ob man einen Autoabstellplatz in der Tiefgarage kaufen würde.

An der öffentlichen Versammlung war das Vorprojekt, das rund 5,4 Millionen Franken kosten würde, rege diskutiert worden. Es gab Voten von totaler Ablehnung, aber auch wohlwollende Stimmen waren auszumachen. Nicht wenige Versammlungsbesucher wünschten sich ein genaueres Bild machen und das Vorprojekt diskutieren zu können.

Besagter Fragebogen ist der aktuellen Ausgabe des Informationsblattes «Wanze» beigelegt. Anfang des nächsten Jahres soll eine weitere Informationsveranstaltung durchgeführt werden. Gemeindepräsidentin Edith Beeler ist zuversichtlich, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner aktiv einbringen werden. «Uns ist es wichtig, dass wir konkrete Meinungen hören. Die Impulse aus der Bevölkerung sind wichtig, damit wir konstruktiv und zielgerichtet weiterarbeiten können», so Beeler.

Planungskommission wird reaktiviert

Aus diesem Grund soll die bestehende Planungskommission reaktiviert und mit neuen Mitgliedern ergänzt werden. Neu gehören der Kommission die Gemeindepräsidentin sowie Gemeinderat Thomas Fry an. Die weiteren Mitglieder wählt der Gemeinderat am 14. Januar.

Auch die IG Wald findet, es brauche differenzierte Rückmeldungen. Die Gruppe wurde vor einem halben Jahr gegründet und lädt dazu ein, unter www.ig-wald.ar seine Meinung zum Vorprojekt kundzutun. Es müsse alles möglich bleiben, von Optimierungsvarianten, bis hin zu neuen Denkansätzen im finanzielle gesteckten Rahmen.