Gemeinderat erachtet Defizit als tragbar

Die Gemeinde Hundwil rechnet bei einem gleichbleibendem Steuerfuss von 4,3 Einheiten mit einem Aufwandüberschuss. Die Umweltschutzkommission plant einen Werkhof. Heute abend um 20 Uhr findet im Restaurant Rössli eine Orientierungsversammlung statt.

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HUNDWIL. Bei einem Aufwand von 6,73 Mio. Franken rechnet der Voranschlag 2012 der Gemeinde Hundwil mit einem Aufwandüberschuss von 186 000 Franken. Das Konto Eigenkapital besteht zum Ausgleich der laufenden Rechnung. Per 31. Dezember 2010 weist es laut einer Medienmitteilung der Gemeindekanzlei ein Guthaben fast 690 000 Franken auf. Ein Aufwandüberschuss von 186 000 Franken sei somit tragbar. Eine Senkung des seit 1. Januar 2008 bestehenden Steuerfusses von 4,30 Einheiten sei hingegen nicht vertretbar.

Den Investitionen von 1,89 Mio. Franken stehen Abschreibungen von 424 000 Franken gegenüber. Demzufolge wird 2012 mit einer Nettoinvestitionszunahme von 1,46 Mio. Franken gerechnet. Die Planung für den Ausbau der Turnhalle Mitledi zu einer Mehrzweckanlage beginnt mit einer Projektphase, und anschliessend werden die Ausbaupläne erstellt. Als Ersatz für abgehende Parkplätze am Landsgemeindeplatz wird auf der Ostseite des alten Postgebäudes ein neuer öffentlicher Parkplatz erstellt und der bestehende Platz saniert. Der Bund verlangt von den Bahnen die Sanierung der unbewachten Bahnübergänge bei der Färchen und der Stechlenegg; der Kanton und die Gemeinde leisten je einen Drittel an die Kosten. Auf September 2013 treten die neuen Tierschutzvorschriften für Alpställe in Kraft. Bei den Alprechten Streuehütte und Tanne, Grosse Schwägalp, können diese nicht mehr erfüllt werden. Somit wird ein Neubau nötig. Um eine zweckmässige, kostengünstige und trotzdem innovative Lösung zu erreichen, wird laut Mitteilung ein Doppelstall geplant. Die Sanierung und der Ausbau der «St. Galler Quellen» ist in der Vorprojektphase. Die Kosten für den Ausbau der ersten Etappe, mit welcher die ergiebigsten Quellen genutzt werden können, betragen rund 1,4 Mio. Franken. Die Gemeinde Stein beteiligt sich zur Hälfte. Im Zuge der Erschliessung der St. Galler Quellen plant die Umweltschutzkommission einen Werkhof mit Entsorgungsmöglichkeiten. Bei sämtlichen geplanten Investitionen sind die Details mit Kostenberechnungen noch auszuarbeiten und von der zuständigen Kommission dem Gemeinderat zur Genehmigung resp. Kreditfreigabe zu unterbreiten. (gk)

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