So war das Jahr 2019 im Appenzellerland, Teil 3: Bahnhofprojekt und Streit wegen Doppelspur

Politik, Gesellschaft, Sport: Das Appenzellerland hat ein spannendes 2019 hinter sich. Die wichtigsten politischen Ereignisse aus den Gemeinden und Bezirken.

Mea McGhee
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So könnte der neue Bahnhof Herisau vielleicht mal aussehen

So könnte der neue Bahnhof Herisau vielleicht mal aussehen

Pd

Herisau

30 000 Quadratmeter Gemeindeland in der Nordhalde kann als Gewerbegebiet genutzt ­werden. Die Erschliessung des Areals kostet die Gemeinde rund sechs Millionen Franken.

Das Bahnhofprojekt wird konkret: Der Teilrichtplan legt behördenverbindlich fest, wie das Bahnhofareal dereinst genutzt und überbaut werden soll. Auf frei werdenden Flächen ungenutzter Gebäude der Südostbahn und der Appenzeller Bahnen soll zentrumsnahes Arbeiten und Wohnen möglich werden. Die Haltesituation für die Busse soll verbessert und behindertengerecht gemacht werden. Die Kosten belaufen sich auf 58 Millionen Franken. Mit 79 Prozent Ja-Anteil stimmen die Herisauer Bürger im Oktober dem Teilzonenplan Bahnhof zu.

Mit dem Rücktritt von Gemeinderätin Regula Ammann wird sich das Forum Herisau auflösen.

Der Verein Selewie löst sich auf. Die Gemeinde übernimmt die mobile Sozialarbeit. Mit Räumen im «Haus Gregorin» sollen die Angebote mehr Personen zur Verfügung stehen. Die Leiterin des «Selewie», Sozialarbeiterin Sabrina Jaggi, ist neu bei der Gemeinde angestellt.

Der parteilose Kurt Geser verdrängt im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen den amtierenden Gemeindepräsidenten Renzo Andreani (SVP) aus dem Amt. Der 58-jährige Bereichsleiter Bauberatungen und Baubewilligungen auf der Gemeindeverwaltung Herisau leitet ab dem 1. Juni die Geschicke der Gemeinde.

Neu in den Gemeinderat ziehen die parteilose Irene Hagmann sowie EVP-Vertreter Peter Künzle. Die FDP verliert einen Sitz. Marlise Nef erreicht zwar das absolute Mehr ebenfalls, scheidet aber als überzählig aus.

Der Gewerbeverein Herisau und die Parteiunabhängigen AR sind die Sieger der Einwohnerratswahlen. Mit einer gemeinsamen Liste holen sie auf Anhieb sechs Sitze.

Die Villa Gschwend in der Waldegg, die bis ins Jahr 2016 unter Denkmalschutz stand, muss Platz für acht Mehrfamilienhäuser machen. Bauherrin ist die Tecti AG, bei welcher der ehemalige FCSG-Präsident Dölf Früh den Verwaltungsrat präsidiert. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 25 Millionen Franken.

Das Kinderfest findet bei grösstenteils optimalen Bedingungen am 18. Juni auf Anhieb statt. «Die neue Umzugsroute hat sich bewährt», sagt Nadja Rechsteiner, Leiterin der Kinderfestkommission. 23 Sujets zum Motto «Märchen und Sagen» sind zu sehen.

Anfang Juli erfolgt der Spatenstich für die neue Notfallstation am Spital Herisau. Die Kosten betragen 2,5 Millionen Franken.

Die Berufsunteroffiziersschule bleibt in Herisau. Um die Standorte zusammenzulegen, projektieren die Verantwortlichen der Armee einen Neubau.

Am 24. August stürzt im Saum ein Helikopter ab. Ein 59-jähriger Mann stirbt, eine 56-jährige Frau wird schwer verletzt. Dass die Insassen aus dem brennenden Helikopter geborgen werden können, ist einer Drittperson zu verdanken. Vor dem Eintreffen der Feuerwehr kümmert sie sich um Reanimation.

Das OK für das Dorffest Herisau hat wieder genügend Mitglieder. Die Durchführung 2020 ist gesichert.

Das Alterswohnheim Dreilinden am Höhenweg wird in die Stiftung Altersbetreuung integriert. Für die Bewohner soll dies im Alltag kaum spürbar sein. Entlassungen sind keine geplant.

Das Dorf ist um einen Zeitzeugen ärmer: Der rund 150-jährige Mammutbaum an der Oberdorfstrasse wird gefällt. Er muss dem Migros-Neubau weichen. Anfang November starten die Abrissarbeiten bei der alten Migros an der Kasernenstrasse. Parallel dazu findet der Rückbau des «Brühlhofs» statt.

Der Grundstein des Schweizerischen Feuerwehrverbandes ist vor 150 Jahren in Herisau gelegt worden. Hansueli Reutegger, der Vorsteher des Departementes Inneres und Sicherheit, gratuliert anlässlich des Jubiläumsfestes vom 9. November in Herisau.

Die Steinegg Stiftung hat die 1925 gebauten Zwillingshäuser an der Cilanderstrasse erneuern lassen. Die beiden Gebäude sind Zeitzeugnisse der Herisauer Industriegeschichte.

Das Kulturzentrum Casino Herisau feiert sein 25-Jahr-Jubiläum. Der grosse Saal wird von der Gemeinde vermietet und ist im Schnitt jeden zweiten Tag belegt. Er beherbergte viele wichtige Anlässe, beispielsweise die Bundesratsfeier von Hans-­Rudolf Merz im Jahr 2003. Betriebsleiter ist Benno Keel.

Die Gemeinde erweitert die Öffnungszeiten des Jugendzentrums und geht damit auf ein Anliegen von drei Jugendlichen ein, die im März eine Petition mit rund 190 Unterschriften eingereicht haben.

Waldstatt

Zwischen dem Mehrzweckgebäude und der Gärtnerei Viola sollen ein neuer Einkaufsladen und Räumlichkeiten für die Wagner AG entstehen.

2017 hat die Gemeinde ein Stück Land von der Armasuisse erworben, um es als Gewerbegebiet zu nutzen. Auf dem Areal befand sich ein Tanklager. Mitte April werden die ersten der zwanzig über 30 Tonnen schweren Behälter abtransportiert.

Schwellbrunn

Für den in den Regierungsrat ­gewählten Hansueli Reutegger übernimmt der bisherige Gemeinderat Ueli Frischknecht (SVP) das Gemeindepräsidium.

Unter dem Motto «Hiesig, prächtig, pfiffig» findet am ersten Wochenende im Mai die ­4. Schwellbrunner Gewerbeschau statt. OK-Präsident ist Thomas Frischknecht.

Das neue Betreuungszentrum Risi wird im Mai eröffnet. Das 11-Millionen-Projekt verfügt über eine Demenz-Wohngruppe für sieben Personen.

Die Bevölkerung nimmt im Oktober den Verpflichtungskredit über 6,2 Millionen Franken für die Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckanlage Sommertal an.

Schönengrund

Thorsten Friedel (FDP) tritt die Nachfolge von Hans Brunner als Gemeindepräsident an. Dieser war vor vier Jahren gewählt worden und hatte sich nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Urnäsch

Die Gemeinde stellt dem Verein Pumptrack Urnäsch ein Grundstück bei der Sportanlage Feld für eine Pumptrackpiste zur Verfügung. Im Oktober beginnen die Bauarbeiten.

Das bald 400-jährige geschützte Gebäude, in dem die Gemeindeverwaltung untergebracht ist, soll durch einen Neubau ersetzt werden. Die Kosten für den Abbruch und Neubau inklusive Mobiliar betragen 4,6 Millionen Franken. Das Stimmvolk sagt Ja.

Appenzell Ausserrhoden verzichtet wegen knapper Finanzen auf die Ausgrabung auf dem ­alten Urnäscher Friedhof. Dort wurden 600 Jahre alte Knochen gefunden.

Hundwil

Am 10. Januar geht auf der Schwägalp eine Lawine nieder und verschüttet Teile von «Säntis – das Hotel» sowie mehrere Autos. Drei Personen werden leicht verletzt. Über 180 Einsatzkräfte sind vor Ort. Das Hotel stellt den Betrieb für knapp eine Woche ein. Eine zweite Lawine beschädigt den ersten Stütz­masten der Schwebebahn. Der Bahnbetrieb ist mehrere Monate unterbrochen. Ende Mai nimmt die Schwebebahn den Betrieb wieder auf.

Teufen

Beim Altersheim Lindenhügel ist der Bau eines Sekundarschulhauses geplant. Die Jury wählt das Projekt «Schuelhöckli» des Büros Raumfindung Architekten GmbH aus Rapperswil-Jona.

Im Gebiet des ehemaligen Thürerparks kann vorerst keine Überbauung realisiert werden. Der Gestaltungsplan Unteres Gremm wird am 10. Februar an der Urne verworfen. Geplant war eine Überbauung mit 75 Wohnungen sowie drei Tiefgaragen mit 105 Parkplätzen.

Die IG Tüüfner Engpass will die Abstimmung über den Projektierungskredit zur Tunnellösung verhindern. Der Gemeinderat kündigt an, dass in Teufen am ­ 17. Mai 2020 abgestimmt werden kann. Mit dem Kredit sollen die Kosten für eine Tunnel­lösung eruiert werden. Zuerst soll, wenn es nach dem Willen der IG geht, über die geplante Doppelspur abgestimmt werden. 830 Personen unterzeichnen die Initiative der IG.

Das Projekt Ortsdurchfahrt verzögert sich durch Einsprachen und Projektänderungen. Die Appenzeller Bahnen, der Kanton und die Gemeinde sind involviert. Alle Teilprojekte sind unterschiedlich weit fortgeschritten: Beim Kreisel müssen Einsprachen bereinigt werden. Beim Bahnhofumbau steht die Verfügung vom Bundesamt für Verkehr aus. Ohne diese kann nicht mit dem Bau begonnen werden. Und beim Teilprojekt «Dorfzentrum – Stofel» müssen erst die Planungsunterlagen beim BAV eingereicht werden.

Eine Initiative mit 200 Unterschriften fordert die Rettung des Schiesssportzentrums. Im März wird die Initiative aufgrund formaler Mängel für ungültig erklärt. Das Initiativkomitee sammelt im zweiten Anlauf 238 Unterschriften. Die Stimmberechtigten sprechen sich im November mit einem Nein-Anteil von 78 Prozent gegen eine ­finanzielle Unterstützung des Schiesssportzentrums durch die Gemeinde aus. Die Anlage steht vor dem Ende.

Der Gemeinderat kann nach dem Ja an der Urne die Parzelle Unteres Hörli für 4,38 Millionen Franken kaufen. Das Grundstück gehörte der Firma tecti AG des ehemaligen Präsidenten des FC St. Gallen, Dölf Früh. Dieser plante eine Überbauung mit Einfamilienhäusern. Ein Bürgerkomitee startete eine Petition zum Erhalt der Grünfläche.

Gemeindepräsident Reto Altherr steht neu an der Spitze der Gemeindepräsidentenkommission. Er folgt auf Inge Schmid, Bühler, die das Amt fünf Jahre innehatte.

Die Klimademonstrationen erreichen das Appenzellerland. In Teufen und in Appenzell finden Demos statt. Rund 200 Personen gehen auf die Strasse.

Bühler Gemeindepräsidentin Inge Schmid (SVP) schafft ihre Wiederwahl nicht. Der parteilose Herausforderer Jürg Engler holt 76 Stimmen mehr. Schmid war seit 15 Jahren Gemeindepräsidentin. Sie sagt: «Ich bin überrascht, dass nicht die Leistung zählte, die man über all die Jahre gebracht hat, sondern Kritik, die einfach in die Welt gesetzt worden ist.»

Die Totalrevision der Gemeindeordnung wird verworfen – mit und ohne Ausländerstimmrecht. Die Ursache für die Ablehnung sieht Gemeindepräsidentin Inge Schmid auch in der Nein-Kampagne der FDP.

Gais

Die Gemeinderäte von Bühler, Gais und Teufen wählen Beat Signer aus Gais, per 1. Juni, als Präsidenten der Feuerwehrkommission des Zweckverbandes Teufen-Bühler-Gais. Gilgian Leuzinger tritt nach über 15-jähriger Tätigkeit zurück.

Bei der evangelischen Kirche steht die Innenrenovation an. Die Arbeiten sollten erst in einigen Jahren durchgeführt werden, doch es eilt. Am Sockel des Gebäudes finden sich Feuchtigkeitsschäden, das Gewölbe weist Verfärbungen auf und die Stuckaturen, die 1753 an die Decke angebracht wurden, sind teils notdürftig gesichert. Die Sanierung kostet 1,06 Millionen Franken. 23000 Franken werden durch Beiträge der Denkmalpflege gedeckt. 83000 Franken teilen sich hälftig die Kirchgemeinde und die politische Gemeinde.

Das Vögelinsegg- wird ins Stoss-Schiessen integriert, dessen Verband prominente Verstärkung erhält. Toni Brunner soll im Februar 2020 zum Präsidenten des Stoss-Schützenverbandes gewählt werden.

Der geplante Jubiläumsweg kann nicht realisiert werden. Die Initianten Fernando Ferrari, Gais, und Guido Burch, Teufen, wollten mit dem Weg entlang der Rotbachschlucht zwischen Bühler und Gais einen Beitrag zum 750-Jahr-Jubiläum realisieren, das Gais 2022 feiert. Hinderungsgrund ist ein national bedeutender Wildtierkorridor, der im Richtplan eingetragen ist.

Speicher

Ende Oktober wird das ehemalige Pächterhaus «Vorderer Flecken 1» für 658000 Franken versteigert. Das Haus war Teil des Landwirtschaftsbetriebs «Schönenbüel».

Trogen Der Landsgemeindeplatz erhält eine Pflästerung, die einmündenden Strassen werden saniert. Die Arbeiten sollen im Herbst 2020 fertig sein.

Der Gemeinderat beschliesst, das Bahnhofgebäude nicht unter Schutz zu stellen. Der Heimatschutz reicht Rekurs ein. Der Bahnhof Trogen wurde 1903 ­erbaut und gilt mit seinem «Schweizerhäuschen-Stil» als Relikt der Bahn- und Dorfgeschichte. Trogens Baubewilligungs- und Planungskommission heisst den Rückbau des Bahnhofs gut. Hängig ist das Verfahren wegen der Nicht-Unterschutzstellung beim Kanton.

Rehetobel

Die gemeindeeigene Liegenschaft «Ob dem Holz» soll an die Gupf AG von Emil Eberle und Walter Klose verkauft werden. Diese plant einen Neubau mit Wohnungen sowie Zimmern für das Personal. Der Entscheid des Kantons bezüglich der Bewilligungsfähigkeit ist positiv. Damit der Verkauf vollzogen werden kann, wird das Gesuch um Abparzellierung eingereicht. Dies ist notwendig, da sich die Liegenschaft auf einer gemeindeeigenen, landwirtschaftlichen Parzelle befindet.

Das FDP-Mitglied Urs Rohner wird Gemeindepräsident. Einer der Unterlegenen, Roland Screta, sitzt neu im Gemeinderat.

Unter dem Motto «Zeme läbe, zeme fiire» zelebriert Rehetobel das 350-jährige Bestehen. Zum Auftakt der Feierlichkeiten nimmt Bundesratspräsident Ueli Maurer an einer Podiumsdiskussion teil. Zahlreiche Anlässe finden statt, etwa eine Foto- und Videoausstellung mit Impressionen über die letzten fünfzig Jahre Rehetobel. Die Lesegesellschaft lanciert den Audioguide «Textildorf hörbar». Thomas Frei ist OK-Präsident.

Die Genossenschafter stimmen dem Kredit für den zweistöckigen Anbau des Alters- und Pflegeheims Krone zu. Die Kosten belaufen sich auf 89000 Franken.

Grub

Am 26. April wird die Hängebrücke zwischen den Gemeinden Grub AR und Grub SG eingeweiht. Das Bauwerk ist 180 Meter lang und überquert das Mattenbachtobel in 40 Metern Höhe. 100000 Franken steuerte die St.Galler Kantonalbank im Rahmen ihres 150-Jahr-Jubiläums bei. Die Gemeinden investierten je 180000 Franken, und der Kanton St.Gallen zahlte einen Teil der Kosten.

Nach gut 50 Jahren kommt es im «Hirschen» zu einem Wirte­wechsel. Vreni Eugster-Sturzen­egger tritt in den Ruhestand und übergibt das Zepter dem Pächter-Ehepaar Sandra und Claudio Stark-Baumann.

Heiden

Gemeindepräsident Gallus Pfister spricht sich gegen das Entschädigungsreglement aus – und geht damit auf Distanz zum Gemeinderat. Dieser empfiehlt ein Ja zur Teilrevision. Das Reglement wird angenommen, die Anpassungen führen zu Mehrkosten von etwa 34000 Franken.

Das Dunant-Museum plant eine Neupositionierung. Die Dauerausstellung soll vermehrt Henry Dunants Themen wie Humanität, Solidarität, Zivilcourage und Frieden behandeln. In Zukunft sollen Events ausserhalb des Museums stattfinden. Eine räumliche Veränderung ist denkbar. Am 1. Oktober treten die neuen Co-Leiterinnen Kaba Rössler und Nadine Schneider ihre Stelle an.

Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit wird am 21. November die Migros an der Sonnentalstrasse eröffnet.

Der ehemalige Kantonsrat Max Frischknecht erhält den erstmals vergebenen Prix Heiden. Der Gemeinderat will mit dem Preis in Zukunft jährlich Persönlichkeiten oder Institutionen für ihr Engagement für die Gemeinde auszeichnen.

Wolfhalden

Andreas Ennulat geht Mitte Dezember nach 20 Jahren als Pfarrer der Evangelischen Kirchgemeinde in den Ruhestand.

Walzenhausen

Die revidierte Gemeindeordnung tritt in Kraft. Künftig sind nebst dem Gemeindepräsidenten noch vier Gemeinderäte zu wählen.

Auf dem Areal «Holzkirche» soll ein Alters- und Pflegeheim entstehen. Eine Gruppe von Bürgern schlägt eine andere Lösung vor.

Beim Haus Wilen 404 erinnert seit Ende März eine Gedenktafel an Carl Lutz. Er rettete während des Zweiten Weltkriegs in Budapest Zehntausende von jüdischen Menschen vor der Verschleppung in Konzentrationslager. Rund 100 Personen, darunter Lutz’ Stieftochter Agnes Hirschi, wohnen der Enthüllungsfeier der Gedenktafel am Geburtshaus bei.

Die privat geführte Institution Wohnheim «Haus im Ruthen» betreut und begleitet Frauen mit Beeinträchtigungen. Ein Ergänzungsbau kostet 1,5 Millionen Franken.

Am fünften Bergsprint in Walzenhausen werden 200 historische Rennwagen präsentiert. 10000 Zuschauer besuchen den Anlass – ein Rekord. Für Unruhe sorgt ein Flugblatt. Hinter dem Schreiben – es droht damit, Tausende Reissnägel auf die Strasse zu streuen – steckt nicht wie behauptet die Operation Libero. Diese distanziert sich vom Drohschreiben, und die Veranstaltung wird unter erhöhter Beobachtung seitens Polizei und Rennleitung fortgesetzt.

Die SVP-Ortsparteien im Vorderland sollen vereint werden. Damit will man einen Präsidentenmangel verhindern. Die SVP Ortspartei Walzenhausen heisst im Oktober den Zusammenschluss gut.

Das Stimmvolk lehnt das Entschädigungsreglement ab. Gemeindepräsident Michael Litscher hält es für möglich, dass die Ablehnung mit dem Passus der Nichtwiederwahl-Versicherung zusammenhängt. Es war vorgesehen, dass die Prämie einer solchen Versicherung von der Gemeinde getragen wird.

Nach dreijähriger Schliessung kehrt Anfang November Leben in das Hotel Walzenhausen zurück. Es nimmt seinen Betrieb als W-Eventhotel Walzenhausen Bed and Breakfast auf.

Reute

Die Schiessanlage Reute steht für das Ausserrhoder Kantonalschützenfest im Juni trotz Bewilligung nicht zur Verfügung. Anwohner hatten sich gegen die Nutzung gewehrt. Rund 800 Schützen aus 56 Vereinen hätten in Reute ihr Programm für das 12. Appenzell Ausserrhodische Schützenfest (ARKSF2019) absolvieren sollen.

Bezirke AI

Das Hotel und Restaurant bei der Talstation in Brülisau öffnet Anfang Jahr nach zwei Jahren seine Türen wieder. Michael Keil übernimmt mit seiner Firma La Bena Swiss die Liegenschaft und führt den Betrieb als «Blaue Krone».

Alle Mitglieder des Kirchenrates der Kirchgemeinde St.Mauritius Appenzell reichen auf die Kirchhöri vom 22. März ihren Rücktritt ein. Das Vertrauensverhältnis mit dem Pastoralteam sei nicht mehr gegeben. Ein neuer Rat unter der Leitung von Erich Fässler wird gewählt. In den Kirchenverwaltungsrat werden Kathrin Birrer, Markus Bartholet, Simon Fischli und Patricia Fritsche-Manser gewählt, zum Kirchenpfleger wird Markus Rusch ernannt. Pfarrer Lukas Hidber ist einziger Mitverantwortlicher vom alten Kirchenrat.

Nützliches und Schönes, Überraschendes und Originelles ist bei der Ausstellung der Freizeitarbeiten von rund 200 Appenzeller Lernenden in Steinegg zu sehen. Träger sind die Gewerbeverbände und Industrievereine der beiden Halbkantone sowie die Ämter für Berufsbildung.

Mit dem Schmelzen des Schnees zeigen sich die Lawinenschäden. Am Seealpsee türmen sich meterhohe Überreste einer Lawine, die am Berg mehrere Hütten zerstört hat. Die Lawine hat das Gasthaus Seealpsee leicht beschädigt. Bei der Alp Weesen ist der Schaden gross: Von den vier Ställen und Hütten steht nur noch ein Gebäude.

Am Osterwochenende nimmt die Luftseilbahn Frümsen-­Stauberen ihren Betrieb wieder auf. Ende Oktober 2018 war eine Gondel aus den Seil gesprungen.

Neue Eigentümerin des Restaurants Rössli ist die Kastenbahn. Der Betrieb wird zur Pacht ausgeschrieben.

Der ehemalige Kommando­bunker der Grenzbrigade 8 in Schlatt-Haslen ist jetzt ein Museum. Das Bauwerk ist ein Relikt aus dem Kalten Krieg. Der Verein Festungsmuseum Heldsberg in St.Margrethen erhält den Bunker zur Gebrauchsleihe.