Geld für Brustkrebsforschung

5370 Franken bekam Pink Ribbon aus dem Verkauf der pinken Siloballen, die dieses Jahr die Landschaft prägten. Das Geld soll in die Forschung fliessen.

Martin Brunner
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Bruno Aemisegger (rechts) und Franz-Josef Lichte übergaben den Check an Beatrice Tschanz und Nicole Zindel (rechts). (Bild: Martin Brunner)

Bruno Aemisegger (rechts) und Franz-Josef Lichte übergaben den Check an Beatrice Tschanz und Nicole Zindel (rechts). (Bild: Martin Brunner)

LUTZENBERG. Aus 1910 Rollen pinkfarbiger Silofolie entstanden dieses Jahr auf vielen Schweizer Bauernhöfen fast 50 000 pinkfarbige Siloballen. Sie fielen auf, was die Absicht hinter dieser Aktion war. Denn drei Franken pro Rolle spendeten der deutsche Hersteller Trioplast, der Schweizer Importeur Aemisegger aus Lutzenberg und die Landwirte, bei denen die Ballen jetzt stehen. So konnte die Organisation Pink Ribbon an der Checkübergabe in Rheineck kürzlich 5730 Franken entgegennehmen.

Schritt auf Land

Die Pink-Ribbon-Botschafterin Beatrice Tschanz freute sich über diese berührende Initiative, wie sie es nannte. Die Bauern hätten ein wunderbares Zeichen ausgesendet, denn die Krebsforschung brauche Geld für bessere Operationsmöglichkeiten und Therapien, sagte sie. Nicole Zindel hat Pink Ribbon in der Schweiz im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Schnell sei ein positives Echo entstanden, sagte sie. Sie betonte zudem, dass nun mit dem Schritt aufs Land der Solidaritätsgedanke noch mehr Bedeutung bekomme. Die 5730 Franken wird sie ans Projekt zur Erforschung schonender Brustkrebsoperationen weiterleiten.

Limitierte Menge

Dass diese Aktion ausgerechnet bei den Bauern Unterstützung gefunden hat, hängt mit der Herstellerfirma der Folien zusammen. Der Erfolg in Neuseeland sei 2014 so gross gewesen, dass man sie auf die Schweiz ausgedehnt habe, sagte Franz-Josef Lichte von Trioplast. Sie finde auch im nächsten Jahr statt, wiederum in limitierter Menge. Mit dabei wird auch Bruno Aemisegger sein, der diese Folien importiert hatte. «Ich war am Anfang zwar skeptisch wegen der Farbe und dem Image», sagte er. «Doch dann liess ich mich überzeugen und freue mich heute über den grossen Erfolg. Die Leute haben die Aktion problemlos akzeptiert, als sie den Hintergrund erfuhren.»