«Gelassen sein – aber wie?»

Frauenfrühstück in Appenzell

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Die Referentin und therapeutische Seelsorgerin Hanny Dill. (Bild: PD)

Die Referentin und therapeutische Seelsorgerin Hanny Dill. (Bild: PD)

Zum Frühstückstreffen für Frauen im Hotel Hecht hörten die rund 100 Teilnehmerinnen aus der ganzen Region ein Referat von Hanny Dill zum Thema «Gelassen in die Zukunft schauen – aber wie?». Für musikalische Genüsse sorgten Carola Koller mit der Panflöte und Rahel Fritsche mit der Flöte. Nach dem Zmorge erzählte Bernadette Keller, eine der Organisatorinnen, zuerst von sich, wie sie zum Glauben gefunden hatte, als sie in der Bibel auf den Vers «Wer sucht, der findet, wer klopft, dem wird aufgetan» gestossen sei. Seither könne sie gelassener in die Zukunft blicken. Dann übernahm die Referentin, die therapeutische Seelsorgerin Hanny Dill aus Binningen: «Wenn wir an die Zukunft denken, gibt es Fragezeichen und diese Fragezeichen lösen oft Unsicherheit aus. Trotz vieler Versicherungen können wir unsere Zukunft nicht versichern», stieg sie ins Thema ein. Weil man oft zu viel an die Zukunft denke, vergesse man, im Jetzt zu leben.

Weiter ging sie auf die Frage ein, ob man die angstmachende Zukunft abwenden oder gar selbst gestalten kann. «Jeder kommt manchmal an den Punkt, an dem er keine Hoffnung mehr hat. Ich empfehle euch in solchen Situationen, in die Natur zu gehen.» Dankbarkeit sei ein grosser Schlüssel, die Gedanken der Zukunft zu verändern. Dazu erzählte sie die Geschichte vom Mann, der einen weissen und einen schwarzen Hund in sich trägt. Ein anderer Mann fragte, welcher der stärkere sei und der erste Mann antwortet: «Jener, den ich füttere.» Hanny Dill verwies damit auf die Kraft der Gedanken und zeigte dabei ein Bild von einer Waage. Alle Ängste und negativen Gedanken gehören demnach auf eine Seite, alle positiven Gedanken auf die andere, bis die Waage wieder ausgeglichen sei. «Dann haben die negativen Gedanken keine Macht mehr.» (pd)