Gehorsam nach Plan

Am Samstag, 13. Juni, organisierte der Hundesport Toggenburg unter der Leitung von Ursula Lenggenhager, Lütisburg, erstmals einen Rally-Obedience-Wettkampf.

Ruth Clarke
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Eine Teilnehmerin mit Vasco. (Bild: pd)

Eine Teilnehmerin mit Vasco. (Bild: pd)

Am Samstag, 13. Juni, organisierte der Hundesport Toggenburg unter der Leitung von Ursula Lenggenhager, Lütisburg, erstmals einen Rally-Obedience-Wettkampf.

«Halt um den Hund», «Platz Sitz», «270° rechts» sind Aufgaben, die im Gehorsamparcours der Sparte Rally-Obedience von einem Mensch-Hund-Team gefordert werden.

In einem Rally-Obedience-Parcours folgt der Hundeführer den numerierten Schildern und führt die auf diesen dargestellten Aufgaben aus. Jede Aufgabe kommt nur einmal vor, so gibt es verschiedene Varianten von Wendungen, einmal führt eine Vierteldrehung nach rechts im Gehen, einmal mit Halt vor und nach der Wendung oder Halt rechts plus ein Schritt Halt. Auch verschiedene Gangarten werden verlangt, wobei diese bis zur Aufhebung nach mehreren Wendungen gehalten werden muss. Des weiteren stehen auch Pylonen in einer Reihe auf dem Parcours, die je nach Angabe auf dem Schild im Slalom umgangen oder einzeln eng umrundet werden müssen. Da kann es einem Menschen schon fast schwindlig werden. Apportieren wird erst in den Klassen 2 und 3 gefordert, wobei es sich nicht darum handelt, dass der Hund einen weggeworfenen Gegenstand holt und zurückbringt, wie in der Sparte Begleithund, sondern der Gegenstand wird vom Hund entweder an Ort sitzend drei Sekunden gehalten oder während drei Schritten getragen. In Stufe 3 wird diese Arbeit schwieriger, da der Hund den Gegenstand über mehrere Stationen tragen sollte. Wenn der Hund die einzelnen Unterordnungselemente gelernt hat, liegt es in der Hand des Hundeführers, sich den Streckenverlauf gut zu merken und korrekt auszuführen. Der Richter wählt, je nach Leistungsstufe, aus einer Reihe von 53 Schildern 10 bis 20 für einen Parcours aus. So gleicht kein Verlauf dem andern. Neben der genauen Ausführung ist die Zeit ein weiterer Faktor zur Rangierung. Die Hunde-Teams sind jeweils eineinhalb Minuten in Klasse 1, bis über drei Minuten in Klasse 3 unterwegs. Es werden an einem Wettkampf jeweils zwei Parcours durchgeführt, bewertet von zwei Richtern.

Am Wettkampf vom Samstag waren 16 Teilnehmer gemeldet, vom kleinen Chihuahua bis zum Berner Sennenhund waren alle Grössen und Rassen vertreten. Dank angenehmem Wetter und guter Organisation gelang der Auftakt zu dieser Art von Wettkämpfen im Toggenburg zur vollen Zufriedenheit der Teilnehmer. Auch Ursula Lenggenhager stellte sich mit ihrem Berner Sennenhund «Vasco» in Klasse 3 den Anforderungen und erreichte einmal Gold (vorzüglich) und einmal Silber (sehr gut) jeweils im 3. Rang.