Gegen Neugierige und Diebe

WALZENHAUSEN. Die Kirche des Klosters Grimmenstein, Walzenhausen, wird oft besucht. Nun ist der vordere Teil durch ein Gitter abgesperrt, um Neugierigen und Langfingern den Zutritt zu verwehren.

Peter Eggenberger
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Im Interesse der Sicherheit musste im Kirchenraum des Klosters Grimmenstein ein Trenngitter installiert werden. (Bild: pd)

Im Interesse der Sicherheit musste im Kirchenraum des Klosters Grimmenstein ein Trenngitter installiert werden. (Bild: pd)

WALZENHAUSEN. Die Anfänge des Klosters Grimmenstein gehen aufs Jahr 1378 zurück, als im Äschachwald (heute Äschi) ob St. Margrethen drei fromme Frauen eine Wohngemeinschaft gründeten. Nach der Landteilung wurde das von Walzenhauser Gemeindegebiet umschlossene Klosterareal eine zu Oberegg gehörende innerrhodische Exklave. Mit dem im Jahre 1724 beginnenden Neubau erhielt das Kloster sein heutiges Aussehen.

Erweiterung vor 60 Jahren

1890 wohnten in Walzenhausen nur gerade vier katholische Familien. 1955 aber wurden bereits 400 Katholiken gezählt, so dass sich eine Erweiterung der Klosterkirche unter Miteinbezug des Chorraums der Schwestern als nötig erwies. Eine grosszügige Innenrenovation wurde 1998 durchgeführt.

Abgrenzung wurde missachtet

«Die damals errichtete, etwa einen Meter hohe Absperrung zwischen Kirchenraum und Chor wurde in den vergangenen Jahren vermehrt missachtet und überstiegen», bedauert Pater Hesso J. Hösli. Er wirkt seit 1995 in Grimmenstein als Seelsorger der Kapuzinerinnen und Geistlicher von Katholisch-Walzenhausen. «Viele der traditionsreichen Gegenstände sind sehr wertvoll und unersetzlich, und deren Entfernung würde zu Beschädigungen beispielsweise an den Altären führen. Da wir die Kirche aber auch in Zukunft offenhalten wollen, mussten wir uns für den Einbau eines Trenngitters entschliessen, das sich bei Gottesdiensten und anderen Feiern problemlos öffnen lässt.»

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