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GEFRAGT: Nach der Kür zum "schönsten Dorf" wird der Schwellbrunner Weihnachtsmarkt überrannt

Der Weihnachtsmarkt könnte massiv wachsen: Interessierte Aussteller stehen Schlange. Dennoch steht eine Ausdehnung des Marktes aktuell noch nicht zur Debatte.
Roger Fuchs
Der Weihnachtsmarkt in Schwellbrunn ist auf 54 Stände beschränkt. (Bild: PD)

Der Weihnachtsmarkt in Schwellbrunn ist auf 54 Stände beschränkt. (Bild: PD)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Die Auszeichnung der «Schweizer Illustrierten» zum schönsten Dorf der Schweiz hat Folgen: Es hat nicht nur mehr Touristen in Schwellbrunn, sondern auch die Anfragen von Marktfahrern für eine Teilnahme am Weihnachtsmarkt sind nach oben geschnellt. Wie Karin Roth vom lokalen Verkehrsverein ausführt, löste schon die Sendung «SRF bi de Lüt — Unser Dorf» vor zwei Jahren einen ersten Boom aus. Nun sei mit dem diesjährigen Sieg der Name des Dorfes erneut in die Welt hinausgetragen worden.

«Für den Weihnachtsmarkt vom 25. November haben wir so viele interessierte Aussteller, dass wir um die 80 Stände aufstellen könnten», sagt Karin Roth. Angesichts der örtlichen Gegebenheiten sei der Markt jedoch auf 54 Stände beschränkt. Für eine allfällige Vergrösserung müsste gemäss Roth erst ein entsprechendes Projekt erarbeitet werden. Ein grösserer Markt hätte aber wohl zur Folge, dass in Schwellbrunn nicht mehr alle Stände zentral im Dorfkern platziert wären. «Muss man dann von einem Marktplatz zum andern schlendern, geht schnell einmal der heutige Charme verloren», sagt die Schwellbrunner Marktchefin. Heisst im Klartext: Prioritär will man Sorge tragen zu dem, was man hat.

Einheimische haben Vorrang

Das Luxusproblem, mit welchem Schwellbrunn umgehen muss, hat auch seine positiven Seiten. «Wir können Aussteller auswählen und folglich eine gute Marktqualität bieten», so Karin Roth. Bei der Wahl der Aussteller gibt es klare Bestimmungen: Einheimische haben ebenso Vorrang wie jene Marktfahrer, die schon einmal in Schwellbrunn waren. Dennoch besteht gemäss Roth immer wieder die Chance für neue Teilnehmer — schliesslich seien etliche Marktfahrer von sich aus bestrebt, von Zeit zu Zeit das Dorf zu wechseln. Für Schwellbrunn bedeutet dies: Rund ein Fünftel der Ausstellerinnen und Aussteller wechselt jedes Jahr. Karin Roth gibt sich überzeugt, dass der positive Effekt durch die Auszeichnung zum schönsten Dorf der Schweiz mindestens die nächsten zwei, drei Jahre nachhallen wird. Der Fokus beim Angebot am Schwellbrunner Weihnachtsmarkt liegt auf Selbstgemachtem und Handwerklichem.

Abgesehen vom Weihnachtsmarkt kann man gemäss Karin Roth auch anderweitig beobachten, dass die höchstgelegene Ausserrhoder Gemeinde seit dem Sieg zum schönsten Schweizer Dorf mehr Publikum anzieht. Vermehrt seien Tagestouristen anzutreffen. Manchmal würden sie ihren Ausflug auch kombinieren mit Erlebnissen wie beispielsweise einer Wanderung auf dem Rätselweg. Eine andere Beobachtung von Roth waren die vermehrten Töfffahrer an schönen Herbsttagen.

Der diesjährige Weihnachtsmarkt beginnt am Samstag, 25. November, um 14 Uhr.

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