Gedenkort für Sternenkinder

HERISAU. Wie trauert man um ein Kind, das vor der 24. Schwangerschaftswoche stirbt? Gesetzlich existiert es nicht, und doch ist eine emotionale Bindung vorhanden. Die Gemeindekanzlei teilt mit, dass für diese Sternenkinder auf dem Herisauer Friedhof eine Gedenkstätte geschaffen wurde.

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HERISAU. Wie trauert man um ein Kind, das vor der 24. Schwangerschaftswoche stirbt? Gesetzlich existiert es nicht, und doch ist eine emotionale Bindung vorhanden. Die Gemeindekanzlei teilt mit, dass für diese Sternenkinder auf dem Herisauer Friedhof eine Gedenkstätte geschaffen wurde. Die Glas-Stele von Stefan Kreier aus Eschlikon geht auf den Übergang zwischen Diesseits und Jenseits ein: unten steht sie fest und gut verankert, gegen oben wirkt sie durchsichtiger und flüchtiger. Die Skulptur nimmt Bezug zum Gemeinschaftsgrab, bei dem die Inschriften auf Glas «aufgehaucht» sind. Die Gedenkstätte steht in der Nähe der Kindergräber und wird am 6. Juli um 18.30 Uhr mit einer Segnung eingeweiht. Eltern von früh verstorbenen Kindern sind herzlich willkommen. (gk)