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GEBAUT WIRD AM NÖRDLICHEN DORFRAND VON APPENZELL: Lagerhalle auf Kantonsboden

Die Bauunternehmung Werner Vicini AG erstellt am Dorfrand eine neue Lagerhalle mit Büros. Das Land wird vom Kanton im Baurecht zur Verfügung gestellt. Gleich daneben plant die Koch AG.
Roger Fuchs
Der Chef persönlich, Werner Vicini, führt die ersten Schaufeln Dreck vor den Augen des Innerrhoder Säckelmeisters Thomas Rechsteiner weg. Im Hintergrund Mitglieder aus dem Kader der Bauunternehmung. (Bild: Roger Fuchs)

Der Chef persönlich, Werner Vicini, führt die ersten Schaufeln Dreck vor den Augen des Innerrhoder Säckelmeisters Thomas Rechsteiner weg. Im Hintergrund Mitglieder aus dem Kader der Bauunternehmung. (Bild: Roger Fuchs)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Die Innerrhoder Regierung macht Nägel mit Köpfen und lebt vor, was sie selbst von Boden­besitzern verlangt: Bauland soll nicht gehortet werden. Und so stellt die Standeskommission das letzte dem Kanton gehörende Stück Land in der Industrie- und Gewerbezone, das eine sinnvolle Nutzung zulässt, zur Verfügung. Dieses befindet sich direkt neben der Kläranlage ARA am nördlichen Dorfrand von Appenzell. Allerdings wird dieses 2600 Quadratmeter grosse Landstück nicht verkauft, sondern im Baurecht mit einer Laufzeit von fünfzig Jahren an zwei Firmen abgetreten: Die Bauunternehmung Werner Vicini AG sowie die Strassen- und Tiefbaufirma Koch AG.

Geschäftsführer Werner Vicini lud gestern zum Spatenstich seines Projekts. Die beiden Firmen haben das Land exakt in der Mitte halbiert. Vicini plant auf seinen 1300 Quadratmetern eine 20 auf 30 Meter grosse und neun Meter hohe, dreistöckige Lagerhalle, wobei eines dieser Geschosse im Untergrund liegt. Nebst Lagerräumen sollen Büros entstehen. Auf dem Dach wird es eine Fotovoltaikanlage zur Stromproduktion geben. Läuft alles planmässig, dürfte die Lagerhalle im Oktober 2018 fertiggestellt sein. Der aktuelle Hauptsitz der Vicini AG an der Ziegeleistrasse wird anschliessend aufgehoben und zusammen mit den heute dezentralen Lagern am neuen Ort zusammengeführt.

Grundlage für die kommende Generation

«Für uns geht mit diesem Bau ein langersehnter Wunsch in Erfüllung», so Werner Vicini. Das Geschäft könne in diesem Jahr auf eine 60-jährige Geschichte zurückblicken. Der Neubau sei auch das Fundament für die nächste Generation. Werner Vicini hat zwei Söhne. Nicht ausgeschlossen, dass das Unternehmen dereinst auch in dritter Generation in Familienhand bleiben wird.

Seitens des Kantons wohnte gestern Säckelmeister Thomas Rechsteiner dem Spatenstich bei. Seinen Ausführungen zu Folge gab es über ein Dutzend Interessierte an besagtem Landstück. Die Entwicklung der Firmen wie auch der Erhalt der Arbeitsplätze seien unter anderem beim Auswahlverfahren im Fokus gestanden. Wie von Thomas Rechsteiner weiter zu erfahren ist, war es das Bestreben des Kantons, dass auf der Parzelle jeder Quadratmeter ausgenützt wird. Und so hätten sich die Werner Vicini AG und die Koch AG auch das ge-genseitige Grenzbaurecht geben müssen. Was den Baurechtszins betrifft, hält Vicini fest: «Dieser ist so hoch angesetzt, dass uns keine Vorteile gegenüber anderen Mitbewerbern in der Branche erwachsen.» Werner Vicini führt das Geschäft seit 1990 in zweiter Generation. Aktuell zählt die Firma 22 Angestellte. Auch weiterhin sollen Maurer-Lehrlinge ausgebildet werden.

Eine eher schwieriger zu überbauende Parzelle, die der Kanton noch besitzt, befindet sich Richtung Bürgerheim. Überdies hat man im Bereich Säge­hüslistrasse noch ein paar Qua-dratmeter.

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