Gebäude ist nicht schutzwürdig

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Nesslau Bevor die Politische Gemeinde den Überbauungsplan Wiese aufgelegt hatte, setzte sie sich ausführlich mit der Frage nach der Schutzwürdigkeit des Hagmann’schen Hauses auseinander. «Das Gebäude ist zwar im Inventar aufgeführt, steht aber nicht unter Schutz», sagt Gemeindepräsident Kilian Looser zur Ausgangslage. Gemeinsam mit der kantonalen Denkmalpflege gab die Politische Gemeinde ein Gutachten in Auftrag, um die Schutzwürdigkeit zu prüfen.

Im erarbeiteten Papier wird deutlich, dass das Haus im Laufe der Zeit verschiedenen Zwecken diente und auch immer wieder umgebaut wurde. Zu Beginn hatte es vermutlich ein Walmdach, später gab es ein Mansardendach und heute hat es ein Satteldach. Nachweislich wurde das Haus baulich mehrfach massiv verändert. Laut dem Gutachten hat das Gebäude von der Bausubstanz her keine Bedeutung, erhaltenswerte Teile kommen nur in Fragmenten vor.

Letztlich sei es um eine Interessensabwägung gegangen, sagt Kilian Looser. Diese habe gezeigt, dass es für das Ortsbild und die Ortsplanung besser sei, das Hagmann’sche Haus abzureissen. «Wir machten der Bauherrschaft aber die Auflage, dass das Projekt den aktuellen Gegebenheiten angepasst sein muss und ortsbaulich passen muss.»

Noch bis zum 8. September liegt der Überbauungsplan Wiese auf. Darin ist ersichtlich, wie die drei geplanten Neubauten aussehen, wie sie auf dem Grundstück angelegt und wie gross die Abstände sind. Auch die Dimensionen der Gebäude sind im Modell ersichtlich. Wenn keine Einsprachen eingehen, können die Gemeinde und der Kanton den Überbauungsplan genehmigen. Dann kann die Ortsgemeinde das Baugesuch einreichen, das aber keine Projektänderungen mehr enthalten darf. (sas)