GC scheitert nur im Fussball

Die Unihockeyaner der Grasshoppers machen dem zwei Ligen tiefer spielenden UHC Herisau keine Geschenke und siegen im Cup-Sechzehntelfinal 17:2. Die Atmosphäre im Sportzentrum ist Lohn für den generösen Einsatz der Gastgeber.

Mea McGhee
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Sportzentrum Herisau: volles Haus, tolle Stimmung, attraktiver Cupfight. (Bild: Bilder: Lukas Pfiffner)

Sportzentrum Herisau: volles Haus, tolle Stimmung, attraktiver Cupfight. (Bild: Bilder: Lukas Pfiffner)

Erstligist UHC Herisau hat am Wochenende zwei Niederlagen einstecken müssen. Die gestrige im Cup gegen den NLA-Verein GC dürfte trotz der 17 Gegentreffer weniger schmerzen als das 5:6 in der Meisterschaft gegen Unihockey Limmattal. «Am Samstag haben wir den Start verschlafen», konstatierte Matthias Schwarz. An der Einstellung habe es nicht gelegen, die Gedanken seien noch nicht beim Cuphit gewesen.

Spezielle Atmosphäre

Matthias Schwarz, erster Torschütze des UHC Herisau.

Matthias Schwarz, erster Torschütze des UHC Herisau.

340 Zuschauer sorgten im Cup am Sonntag für Stimmung im Sportzentrum. Einlaufkinder, Transparente, Fangesänge – Szenen, wie man sie nur bei speziellen Spielen geniessen darf. «Dafür trainiere ich gerne dreimal in der Woche», so Verteidiger Schwarz. Er und seine Teamkollegen wurden von GC von Beginn weg gefordert. Noch waren nicht zehn Minuten gespielt, schon hatten die Gäste vier Tore erzielt. Herisau hielt das Tempo aber gut mit. Fabrice Göldi, Waldstätter in Diensten der Gäste, lobte: «Sie spielten mutig und konnten unseren Paradespielzug einige Male abfangen.» Gemeint war das Zuspiel durch die Herisauer Box auf den weiten Pfosten, das bei den meisten der GC-Treffer angewandt wurde.

Reaktion auf Herisauer Tore folgte prompt

Sieben Sekunden vor Ablauf einer Strafe gegen den Schweden Emil Julkunen verkürzte Matthias Schwarz zum 1:4 (16. Minute). Doch wie später beim 2:5 durch Aurel Schmid (26.) konterten die Gäste postwendend und trafen 30 respektive 35 Sekunden nach Herisaus Toren. Bis Ende des Mittelabschnittes hielt das zwei Klassen tiefer spielende Herisau konditionell gut mit und ging mit einem 2:9 in die Garderobe. Im Schlussdrittel konnten Silvan Stern und Captain Jonas Wetter angeschlagen nicht mehr mittun, dafür spielten Junge wie Patrick Frischknecht und Fabian Anderegg.

Stehende Ovationen für das Heimteam

GC liess nicht nach und skorte regelmässig. Julkunen brachte es auf fünf Treffer. Noch mehr Skorerpunkte sammelte Rüegger, der zwar nur für das neunte Gästetor verantwortlich war, aber insgesamt sechs Assists spielte. Bemerkenswert: Das Publikum feuerte die Herisauer auch nach zwölf Gegentreffern noch an, sobald diese sich dem GC-Tor näherten. Und die Paraden von Torhüter Nüssli wurden bejubelt. Fünf Treffer fielen alleine in den letzten zehn Minuten, wobei Mittelholzer in der 56. Minute bei Gegenstössen zweimal die Chance auf den dritten Treffer für die Gastgeber hatte. Das 17:2 durch den zweifachen Torschützen Göldi ging zwei Sekunden vor Ablauf der Partie in den stehenden Ovationen des Publikums unter. GC gewann verdient und machte es besser als die Fussballkollegen ihres Vereins. Diese verloren nämlich beim zwei Ligen tiefer spielenden Stade Nyonnais 1:3.