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Ganz ohne geht’s nicht

Beat Lanzendorfer

Seit Beginn meines freiwilligen Fastens erwische ich mich des Öfteren, dass ich bei bestimmten Lebensmitteln zuerst auf die Beschreibung der Zutaten achte. Das liest sich zeitweise wie ein Buch mit sieben Siegeln.

Da erfahre ich unter anderem, dass meine Fertigsuppe Karamellzucker enthält. Dabei wollte ich den Verzehr von Zucker doch drastisch einschränken. Ähnlich verhält es sich mit dem Alkohol. Vor einer Woche war ich mit Freunden auf dem Köbelisberg und durfte ein feines Käsefondue geniessen. Der Geschmack liess mich aber vermuten, dass das Caquelon nicht nur Käse, sondern auch einen «Gutsch» Weisswein enthielt. Genauso die Rahmsauce, die tags darauf meine Rösti mit Geschnetzeltem veredelte. Der enthaltene Rotwein war deutlich spürbar.

Ich werde das Gefühl nicht los, wer sich genau an die Vorgaben des Fastens hält, müsste sich streng genommen während vierzig Tagen von Wasser und Brot ernähren. Bei allen anderen Lebensmitteln befolgt man die Gesetze des Fastens nicht nach Vorgabe. Aus dieser Warte betrachtet, verstosse ich täglich gegen die Richtlinien, die ich mir auferlegt habe. Ich nehme für mich allerdings in Anspruch, einfach bewusst weiterhin auf Süsses, Alkohol und Softgetränke zu verzichten, ohne vor der Einnahme pingelig die Zutatentabelle zu konsultieren. Mit dieser Taktik habe ich schon die Hälfte der Fastenzeit hinter mich gebracht. Genauso wie meine Arbeitskollegin Anina Rütsche, die ich am gestrigen «Welttag der Frauen» mit einem kleinen Schoggi-Osterhasen vom richtigen «Fastenweg» abbringen wollte. Sie sagte zwar artig Dankeschön, blieb aber standhaft. Mittlerweile stapelt sich in ihrer Pultschublade so einiges, das, so meine Vermutung, nach dem Ende des Fastens bis weit in den Frühling hinein ausreichen sollte, um ihr Bedürfnis nach Süssem abzudecken.

Beat Lanzendorfer

beat.lanzendorfer@

toggenburgmedien.ch

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