Gais on Ice – und auch auf Wasser

Im zweiten Anlauf klappt es mit dem Einweihungsakt für die erneuerte Eisbahn in der Gaiserau. Allerdings wird die Gala mit Sarah Meier zu einem Wettlauf mit der Zeit und dem Föhn. Die Bevölkerung freut sich an der Anlage und der Wetterfestigkeit der Eiskunstläuferinnen.

Lukas Pfiffner
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GAIS. Die offizielle Eröffnungszeremonie der erneuerten Eisbahn Gaiserau war ursprünglich auf den 7. Dezember angesetzt gewesen. Die unbeständige Witterung hatte aber keine würdigen Eisverhältnisse ermöglicht. Am vergangenen Freitag strafften die Organisatoren den Zeitplan ein wenig; so wurde «Gais on Ice» quasi zur Punktlandung. Bis am Mittag habe man von einem «Top-Eis» sprechen können, Stunde um Stunde mache sich der Föhn aber deutlich mehr bemerkbar, sagte Pius Neuländner, der Präsident des Vereins «Eisbahn Gais». Am Samstag wäre an ein vernünftiges Eiskunstlaufen dann nicht mehr zu denken gewesen.

Professionelle Haltung

Sieben Grad zeigten die Thermometer an, als Europameisterin Sarah Meier die wässerige Eisfläche betrat. «Das Eis ist nicht ganz so hart, aber ich gebe mein Bestes», sagte die Bülacherin. Sie begeisterte mit zwei ausdruckstarken Nummern. Neuländner schätzte den Besucheraufmarsch auf gegen 500 Personen. Diese belohnten die professionelle Haltung der 28-Jährigen mit herzlichem Applaus. Zum gediegenen Verlauf der Feier trugen die Nachwuchsläuferinnen aus Herisau mit schwungvollen Auftritten bei. Die Mädchen würden selten «open air» laufen, sagte Präsident René Bänziger vom Eislaufverein Herisau. Wenn dieser vom 8. bis 10. Februar die Schweizer Meisterschaften der Kategorien Jugend und Mini durchführt, dürften weder Wärme, Föhnwinde noch Wasser stören – der Anlass findet im Sportzentrum statt.

«Kälteresistent und nachtaktiv»

Zum Anfang von «Gais on Ice» war ein Transparent der Gemeinde auf das Eis getragen worden. Mit grossen Buchstaben war darauf «stolz» geschrieben. «Wir sind stolz auf unsere Eisbahn, stolz auf die Leute, die dieses Projekt ermöglichten», meinte Gemeinderat Andreas Winkler. Zuletzt sei fast Unmenschliches geleistet worden. Pius Neuländner dankte der Gemeinde und dem Gewerbe für die Unterstützung. «So war es möglich, Anschaffungen wie eine Eisputzmaschine oder Schlittschuhe zu tätigen.» Der Vorstand freue sich, dass die Bevölkerung und die Schule aktives Interesse zeigen würden. Zusätzliche Helfer seien willkommen. «Voraussetzung ist, dass die Leute kälteresistent und zeitweise nachtaktiv sind», ergänzte Neuländner.

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