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GAIS: Eine Ausstellung, die keiner sehen will

Derzeit ist im Museum die Sonderausstellung «Appenzeller Holzbau» zu sehen. Diese wurde anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums der Wakkerpreis-Verleihung lanciert.

Sie bietet wenig, die Sonderausstellung «Appenzeller Holzbau», die anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des Wakkerpreises an die Gemeinde Gais im dortigen Museum am Dorfplatz zu sehen ist. Sechs Holzmodelle, die einem die Bauweise im Appenzeller Land näherbringen sollen, sind ausgestellt. Der Dachstock des Türmli-Hauses beispielsweise oder auch derjenige eines Stalles. Die Bauweise mit der ineinander- greifenden Verkeilung der Holzbacken verhindert, dass das Gebäude auseinanderbricht. Und sie gilt als Appenzeller Spezialität, so Kurator Urs Zürcher. Er lässt wenig positive Worte über die Sonderausstellung fallen. Lieblos sei sie gemacht worden, auf den letzten Drücker wäre sie entstanden. Das würde sich auch in den Besucherzahlen niederschlagen.

Keine Ressourcen für die Organisation übrig

Kritik, die an die Organisatoren der Ausstellung gerichtet ist. Dies ist die Kulturkommission der Gemeinde. Deren Mitglied Heinz Bischof kann nachvollziehen, dass die Erwartungen der Besucherinnen und Besucher nicht erfüllt werden. «Dass die Ausstellung auf den letzten Drücker entstanden sein soll, entspricht jedoch nicht der Wahrheit. Es zeigt aber die momentane Situation auf, in der die Verantwortungen, Kompetenzen und die Kommunikation leiden.» Und weiter: «Wir haben bewusst keine finanziellen Mittel sowie auch wenig zeitlichen Aufwand in die Sonderausstellung investiert.» Im vergangenen Juni fand das Festival Ledi2 in Gais statt. Zudem arbeite man aktuell ein Kulturkonzept aus. Da blieben nicht mehr ausreichend Ressourcen für die Organisation einer Ausstellung übrig. Normalerweise organisiert die Kulturkommission jedes Jahr von Mai bis Oktober eine Wechselausstellung. Da dies nicht drin lag, setzte man heuer auf die Sonderausstellung. Die Holzkonstruktionen würden im Zusammenhang mit den druckgrafischen Dorfansichten vor und nach dem Brand 1780, die in der Dauerausstellung zu sehen sind, ein stimmiges Bild der Gemeinde abgeben.

Veränderung des Museums wird angestrebt

Die ausbleibenden Besucherzahlen sind aber nicht neu für die Kulturkommission. Zu kämpfen hat sie damit schon lange. Auch Wechselausstellungen mit bekannten Künstlern wie beispielsweise Hans Schweizer sorgten nur für geringen Zulauf. «Und wenn sogar bekannte Namen nicht ziehen, dann muss grundsätzlich etwas geändert werden», ist sich Bischof sicher. Darum arbeite die Kommission derzeit das Konzept aus. Dieses sieht eine Neuausrichtung des Museums vor, das den strukturellen, organisatorischen und personellen Problemen und Ressourcen sowie den Ansprüchen der Besucherinnen und Besucher gerecht werden soll. Wie genau dieses Konzept aussehen wird, ist noch unklar. Im kommenden Frühjahr /Sommer wird es dem Gemeinderat vorgelegt. Eigentlich hätte es schon länger fertig erstellt sein müssen, doch die Erarbeitung ist schwierig. Im Rahmen vieler Erbschaften und Schenkungen wurde das Museum bedacht. Teilweise mit Auflagen, dass alles so weiter bestehen müsse. «Diese Auflagen müssen wir berücksichtigen, auch wenn nicht immer ganz klar ersichtlich ist, dass eine Veränderung nicht auch tatsächlich stattfinden könnte, da detaillierte und schriftliche Belege nicht zugänglich sind.»

Die Sonderausstellung ist am 10., 20. und 30. des Monats oder nach vorheriger Terminabsprache noch bis zum Dezember zugänglich.

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

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